Antrag: Schilder für Neuen Friedhof an Nürnberger Straße

17.10.2018, 19:44 Uhr
Wird der Friedhof als Radweg missbraucht? Im Seniorenbeirat wurde von Schülern gesprochen, die den Weg durch den Friedhof gerne als Abkürzung zum Gymnasium benutzen. Das halten die Mitglieder für unangebracht.

Wird der Friedhof als Radweg missbraucht? Im Seniorenbeirat wurde von Schülern gesprochen, die den Weg durch den Friedhof gerne als Abkürzung zum Gymnasium benutzen. Das halten die Mitglieder für unangebracht. © Klaus Trenz

Die Tragehilfen sollen den Transport von Blumenschmuck, schweren Pflanzschalen oder Graberde vom Parkplatz zu den Gräbern erleichtern. Der Seniorenbeirat denkt dabei an Transportwagen, die vor allem älteren Menschen Erleichterung bringen sollen.

Am Anonymen Grabfeld will man eine Sitzbank, damit ältere Besucher dort länger verweilen können. Diese Sitzbank, so Sprecherin Sigrid Murr, würde von einer Privatperson gesponsert. Es habe bereits vor rund einem halben Jahr eine Begehung mit einem städtischen Mitarbeiter stattgefunden. Seitdem sei aber nichts mehr geschehen.

Chwalka: Auswärtige finden Beerdigung nicht

Seit langem fordert der Seniorenbeirat die Ausschilderung des Neuen Friedhofs. Man möchte zwei Hinweisschilder im Bereich der Autohäuser Kotzbauer und Holme sowie im Bereich des Café Bär. Reinhard Chwalka berichtete von nicht wenigen Auswärtigen, die auf eine Beerdigung wollten, den Friedhof aber nicht finden würden.

Weil er als zweiter Bürgermeister auch anwesend war, erinnerte Chwalka an einen "jungen Stadtrat Wolfgang Nierhoff", der 2008 einen entsprechenden Antrag im Stadtrat stellte. Der Antrag sei damals "in Gänze" abgelehnt worden. Nierhoff machte sich umgehend ans Telefon und konnte nach einiger Zeit erklären, dass es wohl bereits einen Plan zur Aufstellung zweier Hinweisschilder gebe, der aber noch an das Landratsamt weitergeleitet werden muss.

Karlheinz Rupprecht weiß sich zu helfen, wenn er Dinge vom Parkplatz zum Grab im Neuen Friedhof transportiert. Aber auch er hält die Anschaffung von Tragehilfen für schwere Last für durchaus angebracht.

Karlheinz Rupprecht weiß sich zu helfen, wenn er Dinge vom Parkplatz zum Grab im Neuen Friedhof transportiert. Aber auch er hält die Anschaffung von Tragehilfen für schwere Last für durchaus angebracht. © Klaus Trenz

Chwalka nahm das zur Kenntnis, ließ aber keinen Zweifel daran, dass man am "offiziellen Weg", der Antragstellung, festhalte: "Wir bitten unseren Antrag kurzfristig in den entsprechenden Gremien zu behandeln und für eine zügige Umsetzung zu sorgen". Man habe die Hoffnung, so Murr, "dass es so etwas schneller geht".

Gerd Reinhardt gab den Forderungen Nachdruck: Der Seniorenbeirat möchte am liebsten alles "auf dem kleinen Dienstweg machen". Offenbar kommt man in Sachen Friedhof damit aber nicht weit. "Wir werden immer wieder mit einem neuen Friedhofskonzept vertröstet". Dabei könnten Tragehilfen oder die Sitzbank umgehend angeschafft und in ein neues Konzept mit eingearbeitet werden. Letztere könne man ja dann so aufstellen, "dass sie in das Konzept passt".

Zuhörer Manfred Richter — Ex-Seniorenbeirat — regte an, dass man Mittel und Wege finden soll, damit Schüler des Gymnasiums Pegnitz den Friedhof nicht mehr als Abkürzung benutzen. "Die Schüler fahren mit dem Fahrrad durch den Friedhof", sagte Richter und hält dies für unangebracht. Auch vor dem Hintergrund, dass damit wohl kaum Wegstrecke gespart werden könne. "Ein Friedhof ist kein Radweg", so Richter. Zumindest sollte man die Schüler dazu bringen, die Fahrräder zu schieben, sagte Nierhoff.

Barrierefreier Eingang

Ein weiteres Manko, das in der Diskussion mit den Zuhörern auftauchte, ist die geschlossene Eingangstür. Damit hält man zwar auch ungebetene tierische Gäste dem Friedhof fern, macht es aber auch Rollstuhlfahrern sehr schwer. Man werde einen barrierefreien Eingang beim neuen Friedhofskonzept zur Sprache bringen, sagte Chwalka. Und Nierhoff versicherte, dass der Seniorenbeirat am neuen Friedhofskonzept auf jeden Fall mit beteiligt wird.

Der Seniorenbeirat stimmte sich in der Sitzung auch terminlich ab. Wie bisher soll es pro Jahresquartal eine Sitzung geben, jeweils an einem Mittwoch um 14 Uhr. Die nächste Sitzung findet am Mittwoch, 13. Februar im Bürgerzentrum statt.

Murr regte an, sich bei jeder Sitzung auch einem bestimmten Thema zu widmen. Die Themen sollten sich vor allem um selbstbestimmtes und finanzielle abgesichertes Wohnen im Alter" drehen.

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