Energie

Arbeiten abgeschlossen: Energienetz bei Pottenstein modernisiert

16.10.2021, 06:00 Uhr
Bauleiter Thomas Linz (FBG) zeigt Netzbauleiter Thomas Balzar (Bayernwerk) und Bürgermeister Stefan Frühbeißer (von rechts), was an modernen Kabeln in der Erde verschwunden ist. Im Hintergrund sieht man das neue Trafohaus.

Bauleiter Thomas Linz (FBG) zeigt Netzbauleiter Thomas Balzar (Bayernwerk) und Bürgermeister Stefan Frühbeißer (von rechts), was an modernen Kabeln in der Erde verschwunden ist. Im Hintergrund sieht man das neue Trafohaus. © Foto: Klaus Trenz

Eine neue Mittelspannungsleitung verläuft dort als Kabel rund 3,5 Kilometer lang unter der Erde und ersetzt eine Freileitung zwischen den Ortschaften Soranger, Weidenhüll und Leienfels. Am Ortseingang steht eine beigefarbene, etwa mannshohe Trafostation, die das alte Trafohaus, welches abgebaut wird, ersetzt.

In dieser Ortsnetzstation ist nicht nur die Steuertechnik kompakt untergebracht, sondern sie ist auch fernsteuerbar. Im Falle einer Störung ermöglicht es Servicemitarbeitern und Mitarbeitern der Netzleitstelle einen schnellen Zugriff, um die Dauer der Störung kurz zu halten.

Leerrohre verlegt

Zudem wurde in Graisch und Leienfels zusätzlich die Straßenbeleuchtung auf umweltfreundliche Technik umgerüstet. Und an die Voraussetzungen für einen eventuellen Breitbandanschluss hat man auch gedacht. Die ausführende Firma Fränkische Baugesellschaft (FBG) hat auch die entsprechenden Leerrohre verlegt, in denen Glasfaserkabel eingezogen werden können. Die Freileitungen und die Strommasten sind bereits abgebaut worden.

Mit den Arbeiten ebne das Bayernwerk den Weg für die Energieversorgung der Zukunft: "Wenn künftig immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen hinzukommt, brauchen wir starke Netze", sagt Netzbauleiter Thomas Balzer vom zuständigen Bayernwerk-Kundencenter in Kulmbach. Damit sei die Stromversorgung für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Beim Ortstermin zum Abschluss der Arbeiten würdigte Pottensteins Bürgermeister Stefan Frühbeißer die Zusammenarbeit mit dem Bayernwerk, die stets ihren Anfang in regelmäßigen Gesprächen und daraus resultierenden und auch kostensparenden Planungen nehmen würde. Es gelte Maßnahmen zu bündeln und unnötige Baustellen zu vermeiden. Deshalb auch gleich die Verlegung von Leerrohren. Für Frühbeißer ist die Baumaßnahme aber auch ein Beispiel dafür, "dass die kleinen Gemeinden nicht abgehängt werden". Das soll sich in absehbarer Zeit noch einmal darin zeigen, dass die Ortsverbindungsstraße zwischen Weidenhüll und Graisch beim Kernwegeprojekt des Wirtschaftsbands A 9 – Fränkische Schweiz saniert werden soll. Im Ort Graisch selbst ist das schon geschehen.

Im gesamten Netzgebiet erneuere das Bayernwerk Leitungen und macht sie fit für die Energiewende. Mehr als 330 000 Anlagen für regenerative Energien seien bereits am Bayernwerk-Netz angeschlossen, erklärt Thomas Balzar. Weil aber Wind und Sonne nicht konstant Energie liefern, müssten Energieflüsse intelligent gesteuert werden und dafür brauche es stabile Netze.

"Wir sind dabei, die Netze in Bayern auf Hoch-, Mittel- und Niederspannungsebene systematisch umzubauen", so Balzar. Verteilnetze würden für Klimaschutz und Gesellschaft eine immer größere Bedeutung bekommen. Balzar: "Ohne Verteilnetze keine Energiewende."

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