17°

Mittwoch, 12.08.2020

|

zum Thema

Arbeiten im Eisstadion: EVP-Spieler müssen am Gymnasium trainieren

Der TÜV hat Mängel an der Drahtseilkonstruktion festgestellt. Vielleicht bekommt das Stadion auch eine neue Beleuchtung. - 05.07.2020 16:55 Uhr

Zwei Mitarbeiter der Firma Daut im Korb einer Hubarbeitsbühne bei Arbeiten an den Lampenaufhängungen. Der TÜV hatte Mängel festgestellt.

© Foto: Andreas Beil


In den Sommermonaten wird das Eisstadion nicht genutzt, mit einer Ausnahme: Bei gutem Wetter trainiert der EVP hier mit seinen Eishockeymannschaften. Momentan finden die Übungseinheiten allerdings auf dem Sportplatz des Gymnasiums statt, weil im Stadion Arbeiter statt Spieler sind.

Der TÜV hatte das Stadion überprüft und Mängel an der Beleuchtungsaufhängung festgestellt. "Für die Umsetzung der Maßnahmen muss die Stadionfläche in diesem Sommer mehrfach für einige Wochen gesperrt werden. Abschluss der Arbeiten ist voraussichtlich im Oktober 2020, noch rechtzeitig für den Start der Eisstadionsaison Anfang November", so Jeannette Bayerlein, die als Betriebsleiterin neben dem Cabriosol auch für das Eisstadion zuständig ist.

Es geht aber nicht nur um die über 40 Jahre alte Drahtseilkonstruktion, sondern auch um die Beleuchtung an sich. Denkbar ist, dass hier auf umweltfreundlichere LED-Technik umgestiegen wird. "Aktuell werden Alternativen zur verbauten Beleuchtungstechnik geprüft. Auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit", schreibt Bayerlein auf Anfrage der Nordbayerischen Nachrichten. Allerdings: "Ein Austausch der Beleuchtungstechnik ist unter sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten derzeitig nicht notwendig."

Die Kosten für die Mängelbeseitigung an der Drahtseilkonstruktion belaufen sich laut Bayerlein auf rund 12 000 Euro. Über die Umrüstung der Beleuchtungstechnik werde noch entschieden. Ein Antrag auf eine Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sei eingereicht, aber noch nicht beantwortet worden.

Für den EVP ist es sicher schön, falls das Licht im alten Eisstadion modernisiert wird. Doch eigentlich wünscht sich der Verein einen Neubau. Die Gründe liegen für den Sportlichen Leiter Alexander Herbst auf der Hand: Die Kabinen seien zu wenig, zu klein und zu alt. Außerdem brauche es einen Aufenthaltsraum für die Jugendspieler und deren Eltern, während das Training läuft. Und der wichtigste Grund: Ein neues Stadion würde über die Bedachung verfügen, die der Verein dringend braucht, um längere Eiszeiten anbieten zu können. "Wir haben in Pegnitz nur vier Monate Eiszeit, andere Vereine in der Region haben bis zu acht Monate", sagt Herbst, "wir brauchen ein neues Stadion. Alles, was am alten Stadion gemacht werden kann, wäre nur Flickschusterei."

Rein dürfen nur die Arbeiter: In diesem Sommer ist das Eisstadion mehrfach für einige Wochen gesperrt.

© Foto: Andreas Beil


 Dass der EVP den großen Wunsch nach einem neuen Eisstadion mit Dach hegt, ist seit Längerem bekannt. Vor Kurzem ist Herbst an Bürgermeister Wolfgang Nierhoff mit einem Vereinskonzept herangetreten, in dem auch die Gründe für einen Neubau dargelegt werden.

Nierhoff zeigt sich grundsätzlich aufgeschlossen: "Ich bin natürlich daran interessiert, im Miteinander Lösungen zu finden." Er schränkt aber ein: "Als Konsolidierungsgemeinde können wir uns einen Stadionneubau definitiv nicht alleine leisten." Die finanzielle Lage der Stadt sei durch die Corona-bedingten Auswirkungen noch angespannter als zuvor. Ein neues Eisstadion sei da erstmal kein drängendes Thema.

MARCEL STAUDT

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz