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Montag, 06.07.2020

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Arbeitsreiches Pfingst-Wochenende für die Bergwacht-Helfer

Die Pottensteiner Einsatztruppe musste über die Feiertage zu vier Einsätzen ausrücken. - 03.06.2020 12:50 Uhr

Die Einsätze fanden unter erschwerten Bedingungen statt. © Bergwacht


Dabei hatten die Einsatzkräfte mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen: Einerseits gab es am Pfingstmontag in Pottenstein wegen des extremen Besucheraufkommens kaum ein Durchkommen und zum anderen stellte die Arbeit mit Handschuhen und Schutzmasken die Bergwachtmitglieder vor enorme Anforderungen.

Die erste Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Bayreuth erreichte die Helfer schon am Freitag. Sie mussten einen an der Hand verletzten Forstarbeiter bei Trockau retten und mit einer Trage zum Bereitstellungsraum bringen.

Transport in die Klinik

 

Dort wurde er von Rettungskräften des BRK versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Großkampftag für die Bergwacht war dann der Montag.

Zunächst mussten die Freiwilligen im Bereich Schöngrundsee eine Frau retten, die beim Wandern umgeknickt war und sich dabei das Sprunggelenk gebrochen hatte.

Die nächste Alarmierung erfolgte am frühen Nachmittag. Am Aussichtspunkt Hohe Warte, der sogenannten "Wetterfahne", musste ein Mann wegen eines medizinischen Notfalls gerettet werden. "Was er genau hatte, konnten wir nicht feststellen", sagt Thomas Eckert von der Bergwachtbereitschaft.

 

Erstversorgung vor Ort

 

Nach der medizinischen Erstversorgung transportierte man den Erkrankten mit dem Bergrettungsfahrzeug zum bereitstehenden Rettungswagen.

Wenig später, am frühen Abend, verletzte sich ein Kletterer an der "Kalten Wand" bei der "Schottersmühle". Zusammen mit den Kollegen der Bergwacht Forchheim versorgten die Pottensteiner Helfer den wegen einer Muskelverletzung nicht mehr gehfähigen Sportler.

 

Schwer zugängliches Gelände

 

Sie retteten ihn in Teamarbeit aus dem schwer zugänglichen Kletterfelsen und brachten ihn zum Rettungsfahrzeug. "Wegen der örtlichen Gegebenheiten mussten wir die Gebirgstrage sowie den Statikseilsatz einsetzen", berichtet Eckert.

"Besonders herausfordernd war für uns das sehr hohe Verkehrsaufkommen in Pottenstein. Es hatte sich eine 500 Meter lange Autoschlange am Ortseingang gebildet, an der es kaum ein Vorbeikommen gab", sagt Thomas Eckert.

 

Körperlich belastend

 

Erschwerend hinzugekommen sei die Maskenpflicht für die Helfer. "Es ist nicht gerade lustig, bei Temperaturen von 25 Grad und mehr mit Handschuhen und Gesichtsschutz zu arbeiten."

Bei den vier Alarmierungen am Wochenende waren zirka 20 Helfer der Bergwacht Pottenstein, fünf Kameraden aus Forchheim und ein Notarzt im Einsatz. Insgesamt zählt die Pottensteiner Ortsgruppe 20 Aktive und zwölf Anwärter, wie Bereitschaftsleiter Thomas Eckert erzählt.

Allein an dieser Zahl könne man erkennen, dass Nachwuchs immer willkommen sei. "Die Ausbildung mit den zwei Schwerpunkten ,Klettern im Sommer‘ und ,Skifahren im Winter‘ ist zwar nicht ohne und dauert zwei bis drei Jahre", betont Eckert, "aber unsere Arbeit ist unglaublich interessant und spannend. Außerdem haben wir eine Top-Kameradschaft."

UDO FÜRST

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