Donnerstag, 26.11.2020

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Auch Pottensteiner Weihnachtsmarkt fällt aus

Aus den geplanten zwei Tagen wird nichts - 27.10.2020 18:19 Uhr

Traditionell findet der Pottensteiner Weihnachtsmarkt am Fuße der tausendjährigen Burg normalerweise am ersten Adventssonntag statt.

27.10.2020 © Foto: Archiv/Eva Böhm


"Sie haben die Entwicklungen der vergangenen Tage sicher verfolgt", sagte Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU-UWV) im Bürgerhaus. In den vergangenen Jahren habe die Stadt die Organisation übernommen. "Unter diesen Umständen haben wir entschieden, dass wir ihn nicht durchführen können."

In den vergangenen Tagen hätten sich die Infektionszahlen auch im Landkreis Bayreuth so deutlich erhöht, dass die Stadt die Sicherheit der Besucher nicht garantieren könne. "Gerade Märkte sind ein Risikofaktor für die Verbreitung des Virus", führte der Bürgermeister aus.

Zustimmung kam von CSU-Fraktionsvorsitzender und Tourismusreferentin Birgit Haberberger: "In Nürnberg wurde der Markt auch abgesagt. Das ist einfach zu gefährlich."



Am Tag nach der Sitzung resümiert Haberberger: "Es ist sehr bedauerlich, sehr traurig. Der Markt war immer gut besucht. Deshalb hat die Stadt ihn zuletzt von einem Tag auf zwei Tage verlängern wollen." Doch gerade in Zeiten der Pandemie sei ein gut besuchter Weihnachtsmarkt nicht zu verantworten.

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"Die Ampel geht in Richtung Dunkelrot, es gibt eine Sperrstunde und ein Alkoholverbot. Das Abstandsgebot wäre kaum durchzusetzen gewesen", meint die Politikerin. Das Tourismusbüro habe zwar ein gutes Konzept ausgearbeitet, aber es sei unsicher, ob das genug sei.

Bereits heute sei es schwierig, die Einhaltung der Maskenpflicht im Stadtgebiet zu kontrollieren. "Die Polizei musste jeden Zweiten darauf hinweisen", sagt Haberberger. "Auch viele Touristen haben es nicht auf dem Schirm." Eine Anti-Masken-Stimmung habe sie aber nicht festgestellt. "Die meisten Menschen haben sich nach einem Hinweis auch daran gehalten."

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Haberberger bedauert den Verlust der Geselligkeit in den Wintermonaten: "Ein Weihnachtsmarkt lebt vom gemeinsamen Glühweintrinken. Das können wir in diesem Jahr leider nicht bieten." Besonders mit den Schaustellern fühle sie mit. "Ich hoffe, dass wir eine Möglichkeit finden, wie die ihren Schmuck loswerden können." Das sei vonseiten der Stadt aber gar nicht angedacht, sagt Bürgermeister Frühbeißer. "Die Standbetreiber sind nicht im Haupterwerb auf den Weihnachtsmarkt angewiesen, wie beispielsweise in Nürnberg."

Das Hygienekonzept der Stadt habe eine Entzerrung vorgesehen, der Markt hätte also wahrscheinlich entweder in der Hauptstraße oder im Kurpark stattgefunden. Das Verweilen, beispielsweise an Glühweinständen, wäre verboten worden. "Außerdem hätten wir überall dort, wo Menschen einander nahekommen, eine Maskenpflicht anordnen müssen", so Frühbeißer.

JULIAN SEIFERTH

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