Montag, 23.11.2020

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Auerbach: Der Caritas fehlen ehrenamtliche Helfer

Caritas konnte heuer auch wegen Corona nicht in allen Ortsteilen von Haustür zu Haustür gehen - 27.10.2020 17:17 Uhr

Er ist ein eifriger und vor allem bekannter Sammler, wenn es um die Kriegsgräberfürsorge geht: Herrmann Trenz ist heuer erstmals nicht von Haus zu Haus unterwegs. Wegen Corona. An seinem Haus hat er dafür einen Spenden-Briefkasten (Bild).

27.10.2020


Teilweise wurde aber in einigen Stadtteilen oder Ortschaften gar nicht gesammelt, da einige der Freiwilligen verhindert oder krank waren oder aber kein Ehrenamtlicher gefunden wurde.

Listen selbst geführt

Anders als die Jahre zuvor führten die Sammler die Listen selbst, die Spender mussten keine Unterschriften leisten. Mit Mund- und Nasenschutz ausgestattet, wurde auch bei der Geldübergabe Abstand gehalten. Die Taschen oder Gefäße wurden auf den Boden gestellt und die Spende eingeworfen. Die Sammler wurden von der Caritas beauftragt, kein Haus oder eine Wohnung zu betreten und den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

In Ranna wurde heuer die Caritas-Sammlung über einen Spendenaufruf mit Überweisungsvordruck ausgeführt, das Formular lag auch in der Kirche aus. Besonders engagiert war Elisabeth Ziebell, die heuer in besonders vielen Gebieten gesammelt hat. Der Erlös der Spendenaktion wird 60 zu 40 aufgeteilt. 60 Prozent des Erlöses gehen nach Bamberg, dort werden Kindergärten, Altersheime und wohltätige Zwecke unterstützt. 40 Prozent bleiben in der Pfarrei Auerbach, das Geld verwaltet der Pfarrer. Es wird ausschließlich für soziale Zwecke verwendet, zum Beispiel für sozial schwache Personen, Archeladen und Bittsteller. Das Pfarrbüro freut sich, wenn sich im Frühjahr Freiwillige melden, um das Sammlerteam zu unterstützen.

Er ist ein eifriger und vor allem bekannter Sammler, wenn es um die Kriegsgräberfürsorge geht: Herrmann Trenz ist heuer erstmals nicht von Haus zu Haus unterwegs. Wegen Corona. An seinem Haus hat er dafür einen Spenden-Briefkasten (Bild).

27.10.2020


Herrmann Trenz, der schon seit 1987 die Sammlung für die Kriegsgräber durchführt, ist dieses Jahr auch nicht von Haus zu Haus unterwegs. Der 80-Jährige hat vor seinem Haus an der Dr.-Heinrich-Stromer-Straße einen Briefkasten, in dem man die Spende einwerfen kann. Wer eine Quittung haben wollte, bekam diese nachträglich zugestellt. 2018 war Trenz ausgezeichnet worden, weil er zehnmal am meisten Geld in der Oberpfalz gesammelt hatte. Gerne wäre er auch heuer wieder Spendensammeln gegangen, aber da auch er zur Risikogruppe gehört, ist ihm das nicht möglich.

SANDRA RAẞ

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