Dienstag, 22.10.2019

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Auerbach: "Ein bisschen was geht schon noch"

Die Bürgermeister Joachim Neuss und Uwe Raab freuen sich trotz geringer Tanzkünste auf den "Ball der Städte". - 04.10.2019 07:56 Uhr

Bürgermeister Joachim Neuß aus Auerbach (l.) und sein Amtskollege Uwe Raab aus Pegnitz (r.) zeigten schon beim ersten Ball der Städte ihre tänzerischen Qualitäten. In der Mitte Moderator Bernd Rasser, der auch diesmal durch das Programm führen wird. © Klaus Trenz


Einen Tanzkurs hat der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab (53) in seinem Leben absolviert. Das war vor rund 40 Jahren in der zehnten Klasse. Seitdem hat er seine Kenntnisse nicht mehr aufgefrischt. Er habe immer wieder darüber nachgedacht, noch einmal einen Tanzkurs mitzumachen, "aber das ist wegen mangelnder Zeit nicht vollzogen worden".

"Es hat sehr Spaß gemacht"

Somit zehrt er von dem, was er einst gelernt hat: Walzer, Discofox, Polka, Cha Cha Cha, Jive und Rock’n’Roll. "Es hat sehr Spaß gemacht, aber im Laufe der Zeit ist vieles in Vergessenheit geraten mangels geringer Nutzung", so Raab. Denn über die üblichen Veranstaltungen, bei denen auch getanzt wird, sei er nicht hinausgekommen. Raab nennt Hochzeiten und Faschingsbälle. "Ein bisschen was geht schon noch."

Den Ball der Städte Auerbach und Pegnitz besucht er mit Ehefrau Helga. Raab im dunklen Anzug mit Krawatte und dunklen Schuhen. Und seine Frau? "So weit sind wir noch nicht." Ganz entspannt und gelassen gehe er in die Helmut-Ott-Halle, auch wenn er die richtige Schrittfolge nicht bei jedem Tanz so anwenden kann, wie er es gelernt habe. "Ich freue mich darauf", sagt er.

Natürlich werde er auch andere Frauen jedweder Couleur zum Tanz auffordern. "Da mache ich keine Unterschiede zwischen sympathischen Menschen." Ein Ball sei nicht nur ein sportliches, sondern auch ein kommunikatives Ereignis. "Man kann Gespräche führen." Bürgermeister Raab ist überzeugt, dass ihm auf der Tanzfläche die Puste nicht ausgeht. "Ich fühle mich fit."

Sein Amtskollege aus Auerbach hat, wie Raab, das Tanzen bei einem Kurs in der Schule gelernt. "So dumm stellt man sich auch als Jugendlicher nicht an", sagt Joachim Neuß (56). Er habe positive Erinnerungen daran, auch wenn die Neuntklässler sich schüchtern verhielten, sowohl zum Partner als auch beim gesellschaftlichen Auftritt auf dem Parkett. Erneuert habe er seine Tanzkünste danach noch mit seiner späteren Ehefrau Christine vor 30 Jahren bei einem Kurs in einer Tanzschule in Bayreuth.

Hat Joachim Neuß einen Lieblingstanz? "Was ich am einfachsten tanze." Und das heißt bei ihm Foxtrott. Die Schritte wende er auch bei anderen Tänzen an und zieht sich so aus der Affäre. Regelmäßig habe er mit einer Frau nur einmal im Jahr getanzt – beim Fasching als es noch die Inthronisierung gegeben habe. Beim Urlaub an der Strandbar zu tanzen sei nicht sein Ding.

Wie Raab wird er im dunklen Anzug und schwarzen Schuhen zum Ball der Städte erscheinen. Einziger Unterschied: Neuß trägt eine Fliege. "Das wirkt eleganter." Und wie Raab freut er such auf die Veranstaltung: "Es macht schon Spaß bei der richtigen Musik." Er lasse es noch offen, ob er auch andere Frauen zum Tanz bitten wird. Scheu habe er keine davor. Der "Ball der Städte" ist für Bürgermeister Neuß eine "gesellschaftliche Zusammenkunft". Bei diesem kulturellem Ereignis könne man sich auch gut mit anderen Gästen unterhalten. "Auch diese Art von Kultur sollte eine Stadt anbieten."

HANS-JOCHEN SCHAUER

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