Dienstag, 22.10.2019

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Auerbach: Genossen ohne Bürgermeisterkandidaten

Peter Danninger ist aber optimistisch: Um die örtliche SPD muss man sich keine Sorgen machen - 07.10.2019 12:25 Uhr

Lobt die gute Rathausarbeit: SPD-Mann Peter Danninger. © Brigitte Grüner


Vorsitzender Peter Danninger, erst seit einigen Monaten beim SPD-Ortsverein in Amt und Würden, sieht das Wohl und Wehe seiner Sozialdemokraten deshalb aber nicht gefährdet. Auch wenn sie zum Urnengang am 15. März 2020 keinen Bewerber für das Bürgermeisteramt stellen.

Danninger gibt auf NN-Anfrage ganz offen zu, dass es dem Auerbacher SPD-Vorstand in den vergangenen Monaten nicht gelungen sei, einen eigenen geeigneten Kandidaten zu finden, "der dieser Lebensentscheidung einer Bürgermeisterkandidatur zum jetzigen Zeitpunkt zustimmen konnte".

Zum zweiten Mal in Folge

Im Klartext bedeutet dies, dass die Genossen jetzt zum zweiten Mal in Folge keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellen. Letzter Bewerber war im Jahr 2008 Günter Cermak gewesen. Der damalige Amtsinhaber Helmut Ott war nach zwölf Jahren nicht mehr angetreten. Auf dem Bürgermeistersessel nahm dann bekanntlich Joachim Neuß von den Freien Wählern Platz.

Ist die SPD-Basis mit dem erneuten Verzicht einverstanden? Peter Danninger hofft, dass die Mitglieder die Arbeit der Genossen trotzdem honorieren. Vor allem dann, wenn sie die Kandidaten der Stadtratsliste vorgestellt bekommen, die auch ein Stück weit für die Zukunft des Ortsvereins stehen werden, formuliert es Vorsitzender Danninger. Und er fügt hinzu: "Man muss sich um die SPD Auerbach keine Sorgen machen, nur weil man keinen Bürgermeisterkandidaten stellt."

Das leitet der Ortsvereinsvorsitzende nicht zuletzt von der aktuellen Rathausarbeit ab. "Wir sind sehr zufrieden mit der Rathausarbeit der Auerbacher SPD-Fraktion und hoffen, auch künftig unsere Ideen einbringen zu dürfen", so Danninger. Und das soll eben mit einer sehr guten Kandidatenliste gelingen, die die SPD am 24. Oktober ihren Mitgliedern des Ortsvereins vorstellen wird.

Wenn schon kein Bürgermeisterkandidat, gibt es dann wenigstens einen Stellvertreter des Rathaus-Chefs? "Die Frage nach einem stellvertretenden Bürgermeister muss der dann neu gewählte Stadtrat entscheiden", sagt Vorsitzender Danninger. Und er fügt hinzu: "Einen Anspruch auf einen der Stellvertreter werden wir aber auf jeden Fall erheben."

Bis dahin aber wird noch einige Zeit ins Land gehen. Offiziell tritt der neue Stadtrat erst nach dem 1. Mai 2020 zusammen und wählt dann aus seinen Reihen den oder die Stellvertreter des Bürgermeisters.

Mindestens fünf Stadtratssitze

Was die Wahl der Stadträte angeht, so erwartet Danninger mindestens, die aktuelle Zahl der Mandatsträger zu halten. Das sind derzeit fünf Sitze. Wobei der Chef der Genossen nicht unzufrieden ist, wenn es mehr werden sollten: "Als Vorsitzender wünscht man sich natürlich immer das Optimum."

MICHAEL GRÜNER

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