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Auerbach: Konzert auf Maffei als spontane Idee

„SevenBR&friends“ am Samstag in einem außergewöhnlichen Ambiente — Auch Ausstellung ist zu sehen - 10.07.2015 07:55 Uhr

Der Aufbau der neuen Freilichtbühe auf dem Gelände des Bergbaumuseums Maffeischächte in Auerbach erforderte viel Arbeit, wird sich aber lohnen, hoffen die Initiatoren. © Michael Grüner


Seine Ausstellung zeigt mehr Fotokunst als gewöhnliche Bilder: Karl-Heinz Schmid präsentiert im Schaustollen Fotos aus der Heimat (r.). Links der Aufbau der neuen Maffei-Bühne. © Fotos: M. und B. Grüner


Mitte April haben die drei Männer die Maße der Außenbühne auf Maffei genommen, da diese ein stabiles, wetterfestes Dach bekommen sollte. Sieber, beruflich ein Fachmann für Veranstaltungstechnik und privat Musiker und Sänger, erzählte vom Gedanken, ein Konzert in einem außergewöhnlichen Ambiente zu veranstalten.

Seine Ausstellung zeigt mehr Fotokunst als gewöhnliche Bilder: Karl-Heinz Schmid präsentiert im Schaustollen Fotos aus der Heimat (r.). Links der Aufbau der neuen Maffei-Bühne. © Fotos: M. und B. Grüner


Zusammen mit Eberhard Wenge hatte der Auerbacher schon häufig über ein solches Event nachgedacht. „Ein solches Vorhaben macht das neue Bühnendach erst sinnvoll. Wir wollten nicht nur zum Anschauen investieren“, dachten sich Grüner und Regn, die beiden Vorsitzenden des Fördervereins Maffeispiele. Nach dem Motto „Wir sind dabei, wenn du dabei bist“, waren sich die drei Männer schnell einig.

Dass das Maffei-Gelände eine gute Location für ein größeres Konzert sein könnte, haben auch die anderen Bandmitglieder so gesehen. „Wir waren alle dafür“, berichtet Wenge, der viel Zeit in die Vorbereitung investiert hat. Flyer und Plakate wurden gestaltet und in Druck gegeben.

Viel Spaß hatte die Gruppe schon bei den Fotoaufnahmen im alten Bergwerk. Karl-Heinz Schmid aus Ohrenbach postierte die fünf Sänger auf der Bühne, an einem Erzwagen oder an einem knallgelb gestrichenen Lader.

Wesentlich zeitintensiver war für „Ebi“ Wenge, der auch als Moderator durch den Abend führen wird, das Sichten der vielen Bilder von den SevenBR-Reisen. Vor allem in Irland; aber auch in Italien war die Gruppe zusammen unterwegs, spontane Auftritte inklusive. „In acht Jahren haben wir wirklich schon viel erlebt“, sagt er. Die Fotos werden auf Leinwand projiziert und untermalen einige der Songs.

SevenBR sieht sich als regionale Band und spielt gerne zusammen mit Freunden. Spaß machte zum Beispiel das Benefizkonzert „Voices for Pakistan“ im Oktober 2010. Beim „Treffen der Generationen“ in Neuhaus lernte die Gruppe „The John Barleycorn Project“ kennen. Und auch Karl-Heinz Schmid begleitet die Band seit längerem als Fotograf.

Die Wasserwaage war für ihn das wichtigste Werkzeug, als er im Schaustollen seine sehenswerte Bilderschau vorbereitete. Da die Seitenwände – wie im Bergbau früher üblich – aus Baumstämmen gebaut sind, erforderte die Ausstellung eine gewisse Akribie. Diese zeichnet den Ohrenbacher ohnehin aus. Seine Fotos werden nicht einfach so im Vorbeigehen geknipst, sondern mit Bedacht „inszeniert“. Er nutzt besonders gerne das frühe Morgenlicht oder die untergehende Sonne. Wenn er ein Motiv ablichtet, bereitet er sich gezielt vor und fotografiert dieses mehrmals, um die beste Lichtstimmung einzufangen.

Stolz ist Schmid auf ein Bild der Bergwerksweihnacht, das an einem Winterabend vom Gottvaterberg aus aufgenommen wurde. „Die Umstände waren nicht leicht: Ein halber Meter Schnee und fünf Grad Minus.“ Aus einer Belichtungsreihe wurden am Computer alle Einzelmotive zusammengesetzt: das illuminierte Maffeigelände, die Ortschaften Nitzlbuch und Bernreuth mit den Straßenlampen und den erleuchteten Fenstern.

In der Ausstellung präsentiert Schmid seine persönlichen Lieblingsbilder: Motive aus Auerbach und den Ortsteilen, aber auch Makroaufnahmen von Insekten und Blumen. Dafür sind nicht nur ein entsprechendes Objektiv und ein Stativ, sondern auch viel Geduld notwendig. Der Ohrenbacher beobachtete zum Beispiel eine Libelle über längere Zeit und stellte fest, dass sie immer wieder den gleichen Halm anfliegt. Dort baute er dann seine Kamera auf.

Die Veranstaltung heißt nicht umsonst „SevenBR&friends“. Viele helfen zusammen. Das Entgegenkommen der Maffeianer und die konstruktive Zusammenarbeit haben Eberhard Wenge beeindruckt. „Man merkte schnell, dass jeder Lust dazu hat.“ Die Fotos sind inzwischen aufgehängt, die Beleuchtung installiert, die Setlist für die Bands fertig. Jede Gruppe bestreitet einen Teil des Konzerts alleine. Dabei kommen auch von Wenge geschriebene Lieder zu Gehör. Ganz zum Schluss sind drei gemeinsame Lieder geplant, darunter das bekannte „Nights in White Satin“ von den Moody Blues. Einlass ist ab 18 Uhr, das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.

BRIGITTE GRÜNER

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