Sonntag, 08.12.2019

|

Auerbach nahm für seine Projekte Kredite auf

Auerbach verfolgt eine Vielzahl von Projekten, für die 2020 neue Kredite notwendig werden. - 01.12.2019 07:55 Uhr

Zu den herausragenden und kostenintensiven Projekten der Stadt Auerbach im zu Ende gehenden Jahr gehörte die Rathaussanierung, die insgesamt 3,6 Millionen Euro kostete. © Foto: Brigitte Grüner


In seinem Bericht zur Bürgerversammlung am Freitagabend nannte Bürgermeister Joachim Neuß diese beiden Maßnahmen stellvertretend für eine Vielzahl weiterer Projekte. Auf Saaß wurden von April bis Oktober 2019 rund 6,5 Millionen Euro investiert. 21 Monate dauerte die aufwändige Sanierung des historischen Rathauses, die mit 3,6 Millionen Euro ebenfalls nicht aus der Portokasse bezahlt werden konnte. Nach Jahren des Schuldenabbaus mussten daher 2019 wieder neue Kredite aufgenommen werden. Herausgestellt wurden vom Rathauschef auch das Festjahr "900 Jahre Kloster Michelfeld" mit verschiedenen Veranstaltungen, die anstehende Klostersanierung und die Eröffnung eines Waldkindergartens.

Viele Aufgaben stehen noch bevor. Joachim Neuß nannte einige Beispiele. In der Januar-Stadtratssitzung soll der Auftrag für den Umbau des Bürgerspitals zu einem Gebäude mit barrierefreien Wohnungen vergeben werden. Fertigstellung ist für Herbst 2022 vorgesehen. Die Sanierung der Bachgasse soll angegangen werden, auch der nächste Bauabschnitt für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Gunzendorf nach Penzenreuth. Im Friedhof folgen im kommenden Jahr die nächsten Bauabschnitte. Angehen möchte die Stadt 2020 die Neugestaltung des Parkplatzes vor dem Marienkindergarten, des Dorfplatzes in Zogenreuth und des Buswartebereiches in Degelsdorf. Auch eine Fläche in Nitzlbuch soll mittelfristig neu gestaltet werden. Für alle diese Maßnahmen liegen bereits Pläne oder zumindest Entwürfe in der Schublade. In der Planungsphase befinden sich unter anderem die Kanalsanierung in Nasnitz, eine Prozessoptimierung für die Kläranlage und "der Dauerbrenner" Vitale Vorstadt. Ziel ist der Erwerb älterer Gebäude und der Umbau zu barrierefreien und damit seniorengerechten Wohneinheiten.

In einem Ausblick auf die folgenden Jahre nannte der Bürgermeister nach jetzigem Stand realistische Bauzeiten. So könnte die Sanierung des Stadtparks 2021 begonnen werden, die Sanierung der Grundschule ein Jahr später. In den Jahren 2021 und 2022 sollen die Umbauten der Gerätehäuser in Ranna und Michelfeld erfolgen. Ein Dorfplatz für Ohrenbach und die Freibadsanierung sind für 2023 angedacht. Eine klare Investitionsplanung sei stets von Vorteil, erklärte Neuß.

Stagnierende Einwohnerzahl

Die Zahl der Einwohner stagniert momentan. In Auerbach und den Ortsteilen lebten im Vorjahr 8873 Menschen. 72 Geburten wurden registriert und 132 Sterbefälle. Positiv fällt die Statistik der Weg- und Zuzüge aus. Während beide Werte 2010 etwa gleich waren, überwiegen seit 2011 die Zuzüge. Entsprechend positiv fällt für Auerbach die Einkommensteuerbeteiligung an, die seit Jahren ansteigt. Bei den ausländischen Mitbürgern fällt auf, dass viele aus der Türkei sowie den europäischen Staaten Ungarn, Polen und Rumänien kommen. Bei den Flüchtlingen überwiegen syrische Staatsbürger.

BRIGITTE GRÜNER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach