Donnerstag, 09.04.2020

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Auerbach siegt erneut

Die SG hat als einziges Team in der Hinrunde nie verloren - 12.01.2020 17:56 Uhr

Am Ende war die SG Auerbach/Pegnitz (in Blau-Weiß) beim Handball-Heimspiel die stärkere Mannschaft, hatte aber gegen Erlangen-Bruck III über weite Strecken massive Probleme, ihr Spiel durchzusetzen. © Klaus Trenz


Lange Zeit taten sich die Bergstädter schwer, ihre spielerische Überlegenheit zu nutzen und den Gegner entscheidend zu treffen. Durch eine schwache Abwehrleistung, schwaches Torwartspiel und eine uninspirierte Offensive brachte man sich selbst in Bedrängnis und musste öfters knappe Rückstände ausgleichen.

Erst nach 40 Minuten brachten zwei kurze Zwischenspurts die Entscheidung. Will man am kommenden Sonntag im Spitzenspiel beim direkten Verfolger SG Regensburg II bestehen, ist eine deutliche Leistungssteigerung in allen Bereichen notwendig.
Man könnte meinen, dass ein Sieg mit fünf Toren Vorsprung gegen einen erfahrenen und unangenehm zu spielenden Gegner für gute Laune sorgen könnte – aber nicht beim Trainerteam: „Das war heute eine unserer schwächeren Leistungen und man hat über weite Strecken gemerkt, dass wir drei Wochen Pause hatten“ fasste Co-Trainer Philipp Schöttner die Partie kritisch zusammen.

Dabei hatte es gut begonnen. Bereits nach sieben Minuten lag man mit 5:1 in Front und münzte technische Fehler und Unsicherheiten der Gäste in schnelle Gegentore um. Was den Bruch auslöste, ist nicht erklärbar. Durch schlecht vorbereitete Abschlüsse überließ man dem TV Erlangen-Bruck mehrere Bälle und brachte ihn ins Spiel zurück. Die Mittelfranken schafften es, Lücken zu ihren Gunsten zu nutzen. „Irgendwie waren wir oft einen halben Schritt zu spät dran“, so Schöttner. „Wenn es uns gelungen ist, Zugriff auf den Gegner zu bekommen oder Bruck einen Fehler gemacht hat, haben wir das nicht konsequent genug umgesetzt.“

Strafwurf vergeben

Maxim Pankraz vergab etwa in der zehnten Minute beim Stand von 7:4 einen Strafwurf und damit die Chance, mehr Sicherheit ins Spiel zu bringen. In der 18. Minute hatten die Gäste das Spiel gedreht (10:11). In der Folge wechselte zum wachsenden Unmut der etwa 200 Zuschauer die Führung mehrmals. Nachdem Maxim Pankraz zum zweiten Mal vom Siebenmeterpunkt gescheitert war, wurden bei 15:14 die Seiten gewechselt.

Auch die zweite Hälfte begann wenig überzeugend. In der 32. Minute lag man wieder mit einem Treffer zurück (15:16). Als Alexander Tannenberger drei Tore kurz hintereinander erzielte, keimte die Hoffnung auf, die Blau-Weißen bekämen das Spiel besser in den Griff. Fehler vor allem in der Abwehr sorgten dafür, dass die Gäste in der 41. Minute erneut ausglichen (21:21). Ein Auerbacher Drei-Tore-Zwischenspurt (24:21) brachte nicht die endgültige Entscheidung. Brooklyn United kam bis zur 47. Minute noch einmal heran (25:24), zeigte jedoch Ermüdungserscheinungen.

Ungenauere Würfe und inkonsequent gespielte Angriffe hatten zur Folge, dass Valentin Kroher seine Statistik verbessern konnte. Die SG erhöhte ihren Vorsprung wieder auf drei Tore (27:24) und nachdem die Gäste eine doppelte Überzahl nicht nutzten und sich im Anschluss selbst durch zwei Strafzeiten schwächten, erzielte Maxim Pankraz in der 54. Minute mit einem Strafwurf die erste Vier-Tore-Führung (24:24).

Endlich konnte man aufatmen. Die Brucker mussten zulassen, dass die Blau-Weißen das Ergebnis freundlicher gestalteten. „Wir haben uns schon häufiger gegen vermeintlich schwächere Gegner schwer getan und müssen uns in allen Mannschaftsteilen deutlich steigern“, sagte Schöttner mit Blick auf das Spiel beim Verfolger SG Regensburg II. Er erinnerte an den Fan-Bus (Abfahrt 15.30 Uhr am Place de Laneuveville).

 

Harald WEIDMANN

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