11°

Samstag, 31.10.2020

|

Auerbach: Wenn Männer den Blumenladen entern

Bluemenhändler der Region über den tag der Liebe - 14.02.2020 08:52 Uhr

Der Auerbacher Gärtnerei-Inhaber Georg Roßbacher (li.) und Floristin Silvia Krellner verkaufen zum Valentinstag phantasievolle Gestecke, gerne mit Rosen und Hyazinthen.

© Klaus Trenz


Für Händler ist er ein erster Höhepunkt im neuen Jahr, vielen Deutschen nach einer Umfrage des Rabatt- und Schnäppchen-Portals "mydealz" aber gar nicht so wichtig: der Valentinstag. Geschenkt wird trotzdem. Demnach überreichen Männer vor allem Blumen, Frauen Gutscheine für einen gemeinsamen Restaurantbesuch. Wir fragten bei Floristen in der Region nach, was bei ihnen vor allem gekauft wird und was die Wahl der Blumen aussagt.

Am Valentinstag mögen es die meisten Deutschen konservativ: "Der Klassiker sind die roten Rosen – entweder als einzelne Blume mit Beiwerk oder als Strauß mit fünf oder sieben Rosen", berichtet Georg Roßbacher von der gleichnamigen Gärtnerei in Auerbach. Auf Platz zwei folgten weiße Rosen, oder "für alle, die es etwas trendiger mögen: Frühblüher, wie Hyazinthen, Ranunklen und Tulpen".

Einfach dazu gehörten auch Stecker mit Herzen und Schleifen, betont Roßbacher. Am Valentinstag ist das ganze achtköpfige Floristik-Team der Gärtnerei im Einsatz; etliche Sträuße werden schon am Vorabend vorgebunden, um die Wartezeiten am 14. gering zu halten.

Kämen sonst rosa, gelbe und orange Rosen ebenfalls gut an, setzten Männer, die am Valentinstag stattliche 80 Prozent der Kunden bei Roßbacher stellten, überwiegend auf Rot, berichtet der Seniorchef. "Rote Rosen verkörpern die Liebe, Hyazinthen stehen mit ihrem betörenden Duft für Sinnlichkeit", erklärt Roßbacher die "Sprache der Blumen".

Ein dunkles Rot soll dabei besonders feurige Gefühle ausdrücken. Ranunklen seien derweil Inbegriff des Grazilen und der Schönheit, Tulpen kündeten vom nahenden Frühjahr und von Heiterkeit.

Nach den sonst beliebten Anthurien (Flamingoblumen) und Strelizien fragten am Tag der Liebe allerdings nur ganz wenige Kunden, so Georg Roßbacher weiter. Allenfalls gingen noch vereinzelt Orchideen im Topf.

Das kann Floristikmeister Willy Vizethum von Blumen Hoffmann in Pegnitz nur bestätigten. "Zum Valentinstag ist immer Rot angesagt. Wir verkaufen bei der Gelegenheit vor allem schockgefrostete Rosen, die sich ungefähr zwei Jahre halten."

Die so konservierten Blumen gibt es bei Vizethum am Tag der Liebe in verschiedenen Arrangements zu kaufen – mit einer einzelnen oder mehreren Rosen. "Das ist schon seit Jahren unser Trendsetter. Denn diese Rosen kosten auch nicht mehr als frische, aber man hat viel länger Freude daran."

Die ersten beiden Monate des Jahres seien bei Floristen traditionell die umsatzschwächsten, resümiert Floristikmeister Willy Vizethum und fügt schmunzelnd hinzu: "Deswegen ist ja der Valentinstag da. Damit der Februar nicht ganz so mau ist."

 

ASTRID LÖFFLER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Pegnitz