Auerbacher fragen nach Zukunft des Goldnen Löwen

26.1.2017, 18:44 Uhr
Im Bereich des ehemaligen Restaurants im Erdgeschoß des Goldnen Löwen arbeiten aktuell die Maler des Auerbacher Bauhofs.

Im Bereich des ehemaligen Restaurants im Erdgeschoß des Goldnen Löwen arbeiten aktuell die Maler des Auerbacher Bauhofs. © Brigitte Grüner

Was wird aus dem Goldnen Löwen, wenn die Stadtverwaltung wieder in das sanierte Rathaus zurückkehrt? Diese Frage lag Monika Bock am Herzen. Die Reaktivierung als Hotel sei das angestrebte Ziel, antwortete Bürgermeister Joachim Neuß. Am liebsten mit einem Investor, der das Haus saniere und später betreibe.

Eine Alternative wäre die Modernisierung des Hauses und spätere Verpachtung durch die Stadt selbst – ähnlich wie auf Burg Hartenstein oder der Neukirchner Hof. Auch ein größeres Einzelhandelsgeschäft im Erdgeschoss und Wohnungen in den oberen Etagen wären denkbar. Am wichtigsten sei, dass durch den Kauf der Immobilie durch die Stadt mögliche Fehlentwicklungen durch andere Interessenten ausgeschaltet werden konnten.

Ein Bürger interessierte sich für die künftigen Wohnungen in der Unteren Vorstadt. Die Wohneinheiten im Bürgerspital würden Mietwohnungen werden, informierte der Rathauschef. Andere Gebäude – zwei Häuser sind bereits von der Stadt erworben – müssten erst noch geplant werden. Fakt sei, dass es interessante Fördermöglichkeiten für den Wohnungsbau durch Kommunen gibt.

Lob zollte Anton Lord dem neuen Friedhofseingang an der Kirche St. Helena. Allerdings seien die Sitzbänke recht verwittert. Eine natürliche Verwitterung sei durchaus gewollt, alternativ hätte man sonst Tropenholz verwenden müssen, erklärte Neuß.

Alfred Kormann fragte nach dem Zeitplan für die Hochwasserschutzmaßnahmen in Michelfeld. Zurzeit laufe das Planfeststellungsverfahren, wusste Stadtbaumeisterin Margit Ebner. Eine Verwirklichung vor 2018 sei eher unrealistisch, meinte Neuß.

Paul Albert vermisste eine sinnvolle Fortführung des Radweges aus Ohrenbach in Richtung Auerbach. Auch die Beschilderung könnte verbessert werden, meinte Hans Bauer. Ziel wäre ein Lückenschluss des Radwegs zwischen Gewerbegebiet Leonie und B 470, so Neuß. Stellvertretender Landrat Martin Weiß war allerdings der Auffassung, dass Auerbach aktuell keine großen Investitionen vom Landkreis fordern könne, da in den vergangenen Jahren viel Geld in die AS 43 floss.

Auch die Kreiseinrichtungen Krankenhaus und Realschule werden finanziert und das Bergbaumuseum sukzessive saniert. Wichtig wäre noch die Sanierung der innerörtlichen Kreisstraße im Bereich der Alleestraße, so der Bürgermeister.

Die Bürgerversammlung fand in der Aula der Dr.-Heinrich-Stromer-Grundschule statt. Außer Bürgern aus Stadt und Umland zeigten die kompletten Fraktionen der Grünen und der Christlichen Umland-Union Interesse. Auch die SPD war fast vollzählig vertreten. Von den Freien Wählern waren immerhin 50 Prozent der Stadträte anwesend, während die CSU überhaupt nicht vertreten war.

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