18°

Donnerstag, 22.08.2019

|

Auerbacher Handballer hoffen auf direkten Wiederaufstieg

Viele Bekannte im Spielerkader - Vorbereitung läuft bereits seit dem 28. Juni - 01.08.2019 18:25 Uhr

Letztes Heimspiel auf der Landesliga-Bühne: Die Handball-SG Auerbach/Pegnitz gegen die HSG Dietmannsried/Altusried im Spiel der Abstiegsrelegation in der Auerbacher Helmut-Ott-Halle.


Nach dem Abstieg aus der Landesliga und dem Abgang einiger Spieler steht für Schnödt und seinen neuen Co-Trainer Philipp Schöttner vor allem die Entwicklung der Nachrücker aus dem Jugendbereich und die Einbindung einiger Akteure aus dem Reserveteam im Vordergrund. Dicht gefolgt vom Ziel des Wiederaufstieges.

Handball Bezirksoberliga (BOL)

Es hat schon eine Weile gedauert, bis Matthias Schnödt den Abstieg im Allgemeinen und die Art und Weise seines Zustandekommens weitestgehend verdaut hatte. Jetzt, einige Wochen später, steht er wieder in der Helmut-Ott-Halle und gibt dem Team Anweisungen und Ratschläge, wobei einige Spieler der vergangenen Spielzeiten nicht mehr dabei sind.

Jonathan Kraus will sich zukünftig mehr auf den Beruf konzentrieren und auch bei Maxi Hofmann stehen Arbeit und Familie stärker im Vordergrund, während sich Alexander Hofmann, Jan Wislicenus und Jonas Brendel-Suchanek studienbedingt verabschiedet haben. Die größte Auswirkung auf das Spiel der Bergstädter dürfte jedoch der Abgang von Thomas Wilke haben. Der Halblinke hat sich nach Wochen Bedenkzeit ebenfalls für einen Wechsel entschieden.

"Thomas will sich dem TV Münchberg anschließen" berichtete Spartenleiter Paul Rupprecht. Die Oberfranken wollen sich nächstes Jahr mit dem TV Helmbrechts zusammentun und ein starkes Team für die Landesliga bilden. "Er hat gesagt, dort entwickelt sich etwas und er möchte gerne daran teilhaben" so Rupprecht. Matthias Schnödt sieht den Abgang mit gemischten Gefühlen.

"Klar ist es ein herber Verlust, wenn man den mit über 190 Toren besten Feldtorschützen der Liga abgeben muss, andererseits eröffnen sich für die anderen ganz neue und deutlich mehr Möglichkeiten." Damit sprach er auch gleich das neu formierte Team an. "Es gibt keine externen Zugänge zu vermelden, vielmehr wollen wir uns auf die Entwicklung unserer jungen Nachrücker konzentrieren."

Neben den schon im letzten Jahr immer wieder eingesetzten Max-Anton Seiffert, Lukas Weisser und Tizian Podlech stehen nun auch Martin Bauer, Paul Neuß und Johannes Förster dauerhaft im Kader. "Lukas hat schon einige Einsätze im Männerteam auf dem Buckel" erhofft sich der neue Co-Trainer Philipp Schöttner von Weisser einen deutlichen Schritt nach vorn.

"Tizi ist schnell und wendig und war auch schon in der Landesliga aktiv. Er ist heuer auf Linksaußen gesetzt." Unterstützung auf dieser Position erwarten sich die Verantwortlichen frühestens im September, wenn Julian Eckert aus Hamburg zurückkehren und wieder zum Team stoßen soll. Auch Alexander Tannenberger kann auf Außen eingesetzt werden. Auch wenn er wohl eher im linken Rückraum oder auf der Spielmacherposition zu finden sein wird.

Neben dem Routinier werden Paul Neuß, der nach seiner Schulteroperation langsam aber sicher wieder zu alter Stärke findet, und Lukas Weisser die halblinke Seite besetzen. Als Spielmacher ist mit Martin Bauer ein weiterer, sehr junger Spieler vorgesehen. "Er macht das wirklich gut und verteilt geschickt die Bälle" so Schöttner. "Allerdings könnte er sich noch etwas mehr zutrauen und sich häufiger selbst mal eine Wurf nehmen."

Von Beginn an mitmischen

Auf Halbrechts finden sich zwei bekannte Namen wieder. Matthias Edtbauer will sich nach den nur sporadischen Einsätzen der letzten beiden Jahre diesmal wieder von Beginn an voll einbringen und Maxim Pankraz hofft auf eine möglichst verletzungsfreie Saison. Die rechte Außenbahn ist mit Daniel Schalanda besetzt. Schon einige Jahre dabei, sieht der Rechtshänder ebenfalls den Fokus auf der Entwicklung einer konkurrenzfähigen Mannschaft und hofft dabei für sich selbst, die Runde ohne größere Verletzungen zu überstehen. "Schalo und Stefan Ziegler sind derzeit die einzigen Rechtsaußen" erklärte Philipp Schöttner. Linkshänder Elias Küffner dagegen hat sich für die Reserve entschieden. "Als Linkshänder wäre er zwar prädestiniert, aber der Aufwand für die BOL ist ihm zu groß."

Stefan Ziegler wiederum sorgte für eine Überraschung, denn vom 20-Jährigen hatte mancher nach seinem zweiten Kreuzbandriss vermutet, er würde den Handball in die Ecke legen. Doch nach intensiver Arbeit erhielt er kurz vor Beginn der Vorbereitung vom Arzt das "Go" und will sich bis Saisonbeginn wieder heranarbeiten. Während die Stelle zwischen den Pfosten weiterhin mit Valentin Kroher und Max-Anton Seiffert besetzt bleibt, wurde die zweite Spezial-Position mehr oder minder neu besetzt. Stefan Bruckmayer wurde schon einige Male in der Landesliga eingesetzt und ist daher nicht mehr ganz neu im Team.

Anders als Johannes Förster, der erstmals den Sprung aus der Reserve in die Erste Mannschaft wagt. "Johannes ist variabel einsetzbar" freuen sich die Trainer über den 25-Jährigen. "Er hat die ideale Statur für einen Kreisläufer und stellt sich dort auch gut an, kann aber zur Not auch mal im Rückraum eingesetzt werden. Und er ist ein guter Abwehrspieler." Ähnliches gilt auch für Moritz Hofmann, der jedoch nach einer Schulteroperation erst gegen Ende des Jahres wieder einsteigen kann.

Somit steht Matthias Schnödt, der sein eigenes Spielpensum wieder einmal stark reduzieren will, ein 15-köpfiger Kader zur Verfügung, den er zusammen mit den Co-Trainern Philipp Schöttner und Karsten Herold zum konkurrenzfähigen Team formen will. "Mit einer umformierten Mannschaft wird es sicherlich nicht leicht." Aber wenn größere Verletzungen ausblieben, hätten sie durchaus die Möglichkeit zum direkten Wiederaufstieg. 

HARALD WEIDMANN

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach