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Auf Corona getestet: US-Soldaten stehen unter Quarantäne

Zusätzliche Warnschilder in Bernreuth weisen auf Corona-Quarantäne hin - 30.05.2020 16:00 Uhr

"Achtung: Medizinische Quarantäne, unbefugter Zutritt verboten“ steht auf diesem Schild unweit der Schießbahn 213 bei Bernreuth. Grund ist der Aufenthalt von Soldaten, die auf Covid 19 getestet wurden.

© Foto: US Army/privat


Es sei Ziel der US Army, die Ausbreitung des Corona-Virus zur Sicherheit aller – auch der deutschen Nachbarn – "zu reduzieren und zu verlangsamen", erklärte Pressesprecher André Potzler auf Nachfrage. Was passiert also, wenn Soldaten Covid-19-Symptome haben? Es sei Wunsch der US-Army, die Infrastruktur der deutschen Gastgeber zu entlasten. Andererseits gebe es auf dem Kasernengelände kein Krankenhaus, das von den US-Truppen betrieben wird. Betroffene werden daher auf dem Gelände behandelt und bei Bedarf isoliert. Momentan sei eine kleinere Anzahl Soldaten vorübergehend in Gebäuden auf der Range 213 untergebracht, teilt der Sprecher mit.

Die Soldaten halten sich dort bis zu 14 Tage auf, während sie auf Covid-19-Testergebnisse warten. Dies ermögliche die Einhaltung eines angemessenen Abstands außerhalb der stärker frequentierten Unterkünfte innerhalb der Kaserne, was eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme darstelle. "Wir unternehmen alles, um höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten." Alle Maßnahmen seien von medizinischer Seite her überprüft und mit den deutschen Partnern koordiniert.

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In ihren militärischen Einrichtungen gingen die Amerikaner auf Nummer Sicher.

Mit Hinblick auf das neuartige Coronavirus wurden laut André Potzler nicht nur die Vorgaben der Bundesrepublik Deutschland und der Bayerischen Staatsregierung in Sachen Infektionsschutz, sondern auch noch zusätzliche interne Regelungen umgesetzt. Um die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten, arbeiten die medizinischen Einrichtungen seitens der US-Armee eng mit den deutschen Partnern zusammen.

Hilfe für Norditalien

Den besonders stark von Covid-19-Erkrankungen betroffenen Nato-Verbündeten Italien habe die US-Army unterstützt und humanitäre Versorgungsgüter nach Norditalien geliefert, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen, berichtet der Pressesprecher.

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Bei den nahe der Schießbahn 213 fotografierten Schildern handle es sich jedenfalls lediglich um einen zusätzlichen Sicherheitshinweis. "Der Zutritt zum Truppenübungsplatz ist generell nur befugten Personen erlaubt."

Brigitte Grüner

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