Auf Schleichwegen ins Krankenhaus Pegnitz

5.5.2017, 14:58 Uhr
Die Vollsperrung auf der Bundesstraße (Bild) in den Sommerferien wird sich auch auf die Sana-Klinik Pegnitz auswirken. Die Klinikleitung erfuhr davon aus der Zeitung.

Die Vollsperrung auf der Bundesstraße (Bild) in den Sommerferien wird sich auch auf die Sana-Klinik Pegnitz auswirken. Die Klinikleitung erfuhr davon aus der Zeitung. © Ralf Münch

Geschäftsführerin Petra-Marie Rinsche erfuhr erst durch die aktuelle Berichterstattung in der Zeitung von der Maßnahme, die sich auch auf die Erreichbarkeit des Krankenhauses auswirkt. "Bisher hat uns keiner informiert und auf mögliche Folgen für unser Haus hingewiesen", so Rinsche – was sie nicht so ganz nachvollziehen kann. Weil davon ja auch Notfallpatienten und die Rettungsdienste betroffen seien.

"Und auch auf die Integrierte Rettungsleitstelle, weil da ja dann wohl Umwege durch Wohngebiete nötig sind", ergänzt Andreas Böhmer, Assistent der Geschäftsleitung. Rinsche will jetzt rasch Kontakt mit dem Rathaus und anderen zuständigen Stellen aufnehmen, um Klarheit zu erlangen.

Kommandant bleibt gelassen

Eher gelassen sieht Roland Zahn, Kommandant der Pegnitzer Feuerwehr, die Lage. Im Falle eines Einsatzes müsse die Wehr wohl über die Pestalozzistraße und die Alte Poststraße ausrücken.

"Wir sind im Gespräch mit Verkehrsreferent Thomas Brendel von der Stadtverwaltung", so Zahn. Konsequenz werde vermutlich sein, dass in den als Umleitungsstrecke dienenden Straßen ein absolutes Halteverbot gilt, "den ruhenden Verkehr wird man raushalten müssen in dieser Zeit".

Letztlich dürfte sich die Lage von Woche zu Woche ändern. Er geht davon aus, dass regelmäßig Gesprächsrunden anberaumt werden, um sich auf das Geschehen in den Folgetagen einstellen zu können. Die Einsatzfähigkeit der Pegnitzer Feuerwehr sieht der Kommandant jedenfalls nicht beeinträchtigt.

Zahn verweist außerdem auf ein Treffen mit Vertretern der Stadt, des Staatlichen Bauamtes als Organisator, des Landkreises und der Straßenmeistereien aus Bayreuth und der – wegen der Umleitungstrasse – benachbarten Oberpfalz. "Da waren wir auch dabei, auch das Unternehmen Omnibusverkehr Franken wegen des Schulbusverkehrs". Sonst allerdings niemand. Zahn: "Ich weiß natürlich nicht, wer da alles eingeladen war, auf jeden Fall wurden wir umfassend informiert."

Verschiedene Alternativen

Auch bei der Pegnitzer Polizei halten sich die Sorgen angesichts der Vollsperrung in Grenzen: "Wir haben verschiedene Möglichkeiten zum Ausrücken, sagt Polizeihauptkommissar Harald Düplois. In Richtung Blumenstraße, in Richtung Autobahn. Klar könne es sein, dass eine Streife mal eine Minute später am Einsatzort eintreffe, "aber ein echtes Problem sehen wir nicht".

Noch größere Gelassenheit bei Christian Bickel, Chef des THW-Ortsverbandes Pegnitz. Zum einen gebe es auch für seine Leute genügend Wege "aus der Stadt heraus", zum anderen seien 90 Prozent aller Einsätze sowieso auf der Autobahn angesiedelt und drittens "kommt es bei uns ja in der Regel nicht auf die Minute an".

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