Samstag, 18.01.2020

|

Aufwertung der Rotmain-Quelle eines der Projekte

Das Wirtschaftsband A 9 will im neuen Jahr das Wassererlebnis Fränkische Schweiz und die Beschilderung der Bikeschaukel angehen. - 26.12.2019 17:49 Uhr

Ein wichtiger Baustein im Projekt „Wassererlebnis Fränkische Schweiz“ wird die Rotmain-Quelle im Lindenhardter Forst sein. Im Bild sind die beteiligten Bürgermeister Martin Dannhäußer (Creußen, links) und Robert Pensel aus Haag zu sehen. © Foto: Archiv/Ralf Münch


Stichwort "Wassererlebnis Fränkische Schweiz". Welche Teilprojekte sollen denn nächstes Jahr umgesetzt werden?

Als Umsetzungsprojekte gelten die Projekte, bei denen einzelne Kommunen bereits in Besitz der Flächen sind und die als Baustein im Gesamtkonzept stehen. Unter dem Motto "Quellen als Kraftorte und Verweilplätze" soll in Gräfenberg der Bereich um die Kalkach-Quelle in Verbindung mit dem Umfeld des Freibades, der Eisstockfläche und den Parkbereichen, umgestaltet werden. Es sollen Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie Zugangsmöglichkeiten zum Wasser ermöglicht werden.

Unter das Thema "Quellenreich" reiht sich auch die Aufwertung der Rotmain-Quelle im Lindenhardter Forst ein, in Egloffstein steht im Bereich des Kurgartens die Neugestaltung des Teichs mit Zugang zum Wasser über Holzpodeste, Uferabflachungen, Erneuerung der Sitzbänke und so weiter an. Auch die in die Jahre gekommene Kneipp-Anlage soll saniert werden. Der Spielbereich im Umfeld der Schule soll langfristig in Richtung Wasserspielbereich umgestaltet werden.

Die Renaturierung des Büchenbachs in der Stadt Pegnitz im Ortsbereich von Büchenbach in Verbindung mit der Rückhaltung von Oberflächenwasser und der Gestaltung des Spielbereichs ist ebenso favorisiert.

Michael Breitenfelder ist seit August 2008 Umsetzungsmanager des ILE Wirtschaftsbandes A 9-Fränkische Schweiz. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität Bayreuth, wo er auch ab dem Jahr 1996 Diplomgeografie studiert hat. Das Interview stimmte er mit den Projektleitern Anne Wendl, Büro Landimpuls, und Tim Höme, Büro Geo-Plan, ab. © Foto: Archiv/Degenhardt


Nun zur Bikeschaukel Fränkische Schweiz. In welchem Stadium befindet sich da die Planung/Umsetzung? Was bedeutet es, eigene Schilder und Wegweiser in der Region anzubringen?

Im Sommer dieses Jahres wurden die Strecken für eine Pilot-Beschilderung festgelegt. Gegenwärtig wird ein Antrag zur finanziellen Förderung der Beschilderungselemente und deren Anbringung gestellt. Geplant ist die Beschilderung der Runden im kommenden Frühjahr. Zu diesem Zeitpunkt sind dann auch die ersten Vermarktungsmaßnahmen geplant. Die Beschilderungselemente und deren Standorte entsprechen den Kriterien für mountainbike-spezifische Beschilderung des ADFC. Ziel ist eine einheitliche, lückenlose Beschilderung, die eine Orientierung auf den ausgewiesenen Strecken auch ohne weitere Hilfsmittel zulässt.

Festgelegt sind außerdem bereits Lückenschlüsse zwischen ausgewiesenen beziehungsweise genehmigten Mountainbike-Strecken innerhalb der ILE-Region. Hier werden die Beschilderungsstandorte im Laufe des nächsten Jahres festgelegt.

In welchem Bereich befinden sich die mittlerweile ausgewählten Strecken? Wie viele Gemeinden sind an Bord?

Die Pilotstrecken befinden sich in den Bereichen Gräfenberg/Hiltpoltstein/Egloffstein und Betzenstein/Plech/Veldensteiner Forst. Inklusive Betrachtung der festgelegten Lückenschlüsse und aller bereits vorhandenen lokalen Mountainbike-Strecken sind in der ersten Projektphase elf Mitgliedsgemeinden des Wirtschaftsbands A 9 Fränkische Schweiz direkt beteiligt; an Bord sind bei dem Projekt alle 18 ILE-Kommunen. Ziele sind auch die Erschließung der nördlichen Region sowie die benachbarten Regionen an unser Konzept anzuknüpfen.

Interkommunales Kompensationsmanagement. Bitte erklären Sie unseren Lesern in ein paar Sätzen, was dahinter steckt und warum es einen eigenen Projektmanager geben soll. Welche Aufgabe wird er haben? Wann wird die Stelle besetzt?

Mit dem Projekt soll die Ausweisung und Betreuung von Ausgleichsflächen gemeinschaftlich organisiert werden. Die Kommunen müssen für jeden Eingriff in Natur und Landschaft, zum Beispiel bei Bau- und Gewerbeflächen oder Straßenbaumaßnahmen, geeignete Ausgleichsflächen schaffen. Hierbei will man zu einer Bündelung der Ausgleichsmaßnahmen kommen und schafft so mehr ökologische Effekte als beim "Flickenteppich" einzelner Kommunen. Aufgabe des Projektmanagers ist es, dies zu koordinieren. Im 1. Halbjahr soll die Stelle besetzt werden.

INTERVIEW:MICHAEL GRÜNER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz, Gräfenberg, Egloffstein