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Aus dem Seda-Lager wird eine Fertigungshalle

Neuhauser Firma darf einen Teil des Firmengebäues umnutzen. Gemeinderat sieht positive Entwicklung - 21.05.2020 10:48 Uhr

Die Seda Germany GmbH erweitert ihre Produktionsfläche. Im hinteren Bereich des Firmengeländes soll eine bisherige Lagerfläche künftig für die Fertigung genutzt werden. Der Marktrat Neuhaus stimmte dem Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung zu. © Foto: Klaus Möller


An den Außenabmessungen der Firmengebäude am Salvatore-d’Amato-Platz 1 ändert sich durch die Umnutzung nichts. Bei gleicher Bauhülle soll lediglich ein Teilbereich im rückwärtigen Gebäudetrakt eine neue Nutzung bekommen. Kanal, Wasser und Straßenanbindung seien vorhanden, erklärte Bürgermeister Josef Springer (CSU). Auch baurechtlich steht dem Ansinnen nichts im Wege. Im Flächennutzungsplan der Marktgemeinde sei der rückwärtige Teil des Firmenareals als eingeschränktes Industriegebiet ausgewiesen, sagte der geschäftsleitende Beamte Heinz Stark.

Elmar Hayn (Grüne) erkundigte sich, wo künftig das Lager sein werde. Der Rathauschef vermutete, dass bei Bedarf außerhalb des Geländes eine Halle angemietet wird. Norbert Linnert (SPD) fragte nach der Auslastung der Seda GmbH. Er hoffte, dass der Betrieb gut durch die Corona-Krise komme. Die Gemeinde solle die Entwicklung im Auge behalten, so Linnert. Bürgermeister Josef Springer erklärte, dass es regelmäßige Gespräche mit Vertretern der Firma gebe. Peter Pflug (SPD) wertete den Antrag auf Erweiterung der Produktionsfläche — auch mit Blick auf die zu erwartende Gewerbesteuer — grundsätzlich positiv. Das gemeindliche Einvernehmen zum Antrag auf Nutzungsänderung wurde einstimmig erteilt (siehe untenstehendes Tagesgespräch).

Befürwortet wurde auch der Antrag von Sandra Bezold auf Vorbescheid zur Errichtung eines Balkons an einem Wohnhaus am Rosenweg. Die erforderlichen Abstandsflächen zum Nachbargrundstück werden zwar nicht eingehalten, doch die Unterschrift des Nachbarn liegt vor. Somit hatte auch der Marktrat keine Einwände.

Auch einige Personalien wurden am Dienstag beschlossen. Norbert Linnert hatte das Einverständnis von Petra Möller eingeholt: "Sie würde das Amt der Seniorenbeauftragten gerne übernehmen." Der Marktrat stimmte einmütig zu.

Auch die Bestellung der Verbandsräte für den Wasser-Zweckverband der Pegnitzortschaften Fischstein bis Ranna erfolgte einstimmig und in Abstimmung mit den Bürgern aus den betroffenen Ortsteilen. Verbandsräte sind Bürgermeister Josef Springer (Vertreter Norbert Kieslinger), Neumitglied Claudia Reihl (Reiner Wegner), Hans Schlegl (Helmut Buchmann, neu), Johannes Kipfer (Richard Fuchs), Klaus Kellermann (Matthias Kipfer), Ulrich Kipfer (Michael Würzinger) sowie Georg Schlegl (Klaus Looshorn).

Zweiter Bürgermeister Peter Pflug (SPD) war damit einverstanden, dass Norbert Kieslinger der Stellvertreter von Bürgermeister Springer im Zweckverband ist. Auch für den Zweckverband zur Wasserversorgung der Riegelsteingruppe verzichtete Pflug auf den Stellvertreterposten. Wunsch des Marktrates war ein Vertreter aus Höfen, da dieser Ortsteil sein Trinkwasser von der Riegelsteingruppe bekommt.

CSU-Sprecher Thomas Steger und SPD-Sprecher Peter Pflug schlugen Stephan Ertl (CSU) vor. Florian Kastner (BNU), der ebenfalls aus Höfen stammt, hatte sich im Vorfeld mit Ertl abgestimmt. Der CSU-Marktrat wurde einstimmig zum Vertreter von Josef Springer im Zweckverband bestimmt.

BRIGITTE GRÜNER

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