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Samstag, 25.01.2020

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Ausstellung "Grüße aus Auerbach" kommt gut an

Viel kuratorische Arbeit wird im Förderverein museum34 hinter den Kulissen absolviert. - 11.01.2020 10:55 Uhr

Auf großes Interesse stößt die noch bis Mitte März im museum34 laufende Sonderausstellung „Grüße aus Auerbach“. Unter anderem ist ein Bildband mit allen Postkarten des Stadtarchivs zu sehen. © Foto: Brigitte Grüner


Im vergangenen Jahr hatte sich das Thema der ersten Sonderausstellung nahezu "aufgedrängt": Die Schau befasste sich mit der 900-jährigen Geschichte des Michelfelder Klosters. Besonders die Führungen mit Luitpold Dietl waren gut besucht, berichtete Museumsleiterin Marion Ringl bei der Hauptversammlung im Bürgerhaus, in dem das museum34 im zweiten Stock untergebracht ist.

Auf weitaus größere Resonanz stieß die Ausstellung von teils historischen Postkarten unter dem Motto "Grüße aus Auerbach". Ein Höhepunkt der Ausstellung waren die Fotobücher, in denen alle Postkarten des Stadtarchivs zu sehen sind.

Die Präsentation sei "mit viel Herzblut vorbereitet" worden und war die bislang aufwändigste Ausstellung in ihrer Zeit als Museumsleiterin, so Ringl. Im Stadtarchiv wurden dazu wochenlang Postkartenmotive eingescannt. Das Thema der nächsten Sonderausstellung, die im Frühjahr eröffnet wird, steht in Kürze fest. Neu ist die Wiedereinführung einer Öffnung an Sonntagen. Von 14 bis 16 Uhr kann das Museum im Bürgerhaus am Unteren Markt 34 besichtigt werden.

Vorsitzender Joachim Neuß berichtete über zwei Ankäufe von Bildern des aus Auerbach stammenden Malers Joseph Henfling. Auch ein sehr schöner "Auerbacher Pfennig" konnte erworben werden. Einen enormen Schatz bedeute der Nachlass des Fotografen Reinhard Bruckner, der seit einigen Wochen gesichtet und archiviert wird.

Von Eva-Maria Pfeufer, der Witwe des früheren Grubenleiters, bekam der Förderverein eine Mineraliensammlung und einige Relikte aus der Auerbacher Bergbauzeit. Eine Sammlung aus der Stickerei von Regens Wagner überreichte Schwester Michaela Speckner. Die stetig steigende Zahl an Exponaten, die auch von Privatleuten eingereicht werden, erfordern laut Joachim Neuß eine exakte Archivierung, viel Arbeit im Hintergrund und einen Mehrbedarf an Lagerraum. Denkbar wäre eine Unterbringung in einem neuen Gebäude auf dem Bauhofgelände, meint der Bürgermeister.

Über eine zweite Kraft im Stadtarchiv freut sich Leiterin Doris Bundscherer, die seit Anfang 2019 von Christine Neumüller unterstützt wird. Nach dem Umzug der Registratur im Schenkl-Haus widmen sich die beiden Frauen nun dem Fotonachlass von Reinhard Bruckner. Es seien tolle Aufnahmen darunter, die bereits für eine künftige Ausstellung vorsortiert werden. Motive aus der FrankenPfalz sollen den jeweiligen Gemeindearchiven übergeben werden.

An Fotobüchern sei das Kamera-Museum in Plech interessiert. Eine Aufgabe über Jahre werde wohl die Sichtung der Negative und Dias werden. Bürgermeister Joachim Neuß dankte für die akribische und selbstständige Arbeit. "Ein gut geführtes Archiv ist wertvoll für die Stadt."

Von steigenden Besucherzahlen im Lodes-Museum seit dem Umzug in das Schenkl-Haus berichtete Josef Schaller. Geöffnet hat die Ausstellung, die eine Auswahl der vielen Werke – dazu gehören Ölbilder, Holzschnitte, Radierungen und Drucke – des gebürtigen Auerbachers Rudolf Lodes zeigt, an Marktsonntagen und nach Anmeldung. Gut frequentiert sei die Schau besonders seit dem Aufbau des Stadtmodells von Christian Bauer. Wünschenswert wäre ein barrierefreier Eingang, so Josef Schaller.

Den Kassenbericht gab Georg Büttner. Vor allem durch Mitgliedsbeiträge und Spenden sei der Verein auch weiterhin in der Lage, die beiden Museen zu fördern.

Die Revisoren Herbert Appl und Edmund Goß lobten die Kassenführung. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Auf die Verlesung des Protokolls von Schriftführerin Marianne Mimler-Hofmann wurde verzichtet. Der Förderverein hat aktuell 34 Mitglieder; im Vorjahr gab es einen Austritt. Joachim Neuß dankte den Ehrenamtlichen, die eine Öffnung der Museen erst ermöglichen.

Seit Anfang Dezember gibt es auf Betreiben von Marion Ringl im museum34 einen elektronischen Besucherzähler. Ab diesem Jahr beginnt die Museumsleiterin mit der Neuerfassung aller am Dachboden lagernden Exponate. Sie werde außerdem Schulen und Kindergärten besuchen, um Lust auf einen Museumsbesuch zu machen. Auch eine Teilnahme am Ferienprogramm werde überlegt.

 

BRIGITTE GRÜNER

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