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Montag, 16.09.2019

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Auszeichnung: Darum wird Pegnitz zur Fairtrade-Town

Verein Transfair lobt die Arbeit der Stadt - 14.09.2019 06:00 Uhr

Rosemarie Thürwinkl-Lehner, die neue Veranstaltungsmanagerin der Stadt, und Zweiter Bürgermeister Wolfgang Nierhoff unterstützen den Fairtrade-Gedanken bereits seit Jahren. © Foto: Klaus Trenz


Es ist soweit. Die Stadt wird offiziell vom Verein Transfair als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Am Samstag, 21. September, wird die Urkunde feierlich an die Stadt Pegnitz überreicht. Fairtrade-Towns setzen sich auf kommunaler Ebene für den fairen und nachhaltigen Handel ein.

Die Kriterien, die Pegnitz erfüllen musste, waren schnell abgehakt. So müssen Städte bei einer Größe von 14  000 Einwohnern folgendes erfüllen: Fairtrade-Produkte in mindestens vier Geschäften; jeweils eine öffentliche Einrichtung, ein Verein und eine Kirchengemeinde machen sich für fairen Handel stark und mindestens zwei lokale Restaurants bieten Produkte aus fairem Handel an.

Zudem muss es eine Steuerungsgruppe geben, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Bei den Fairtrade-Produkten handelt es sich zum Beispiel um Kaffee, Tee, Kakao, Wein und vielem mehr, die besondere Standards einhalten. Ein fester Mindestpreis, langfristige Handelsbeziehungen und das Verbot von ausbeuterischer Kinder- und Zwangsarbeit, sind nur einige.

"Müssen auch an unsere Region denken"

"Wichtig ist, dass wir andere Länder damit unterstützen", erklärt Zweiter Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Es geht darum, dass die Arbeiter faire Preise und Konditionen erhalten und entsprechend behandelt werden. Die Pegnitzer haben, neben dem Fairtrade-Siegel, die Kampagne sogar um einen Punkt erweitert – regional. "Das war auch vielen wichtig. Denn wir müssen natürlich auch an unsere Region denken. Die Produkte – regional und fairtrade – sind auf einer Ebene zu sehen."

Für die regionale Unterstützung gebe es zwar kein extra Siegel, dennoch merkte man bereits bei der Beantragung, dass dieses Thema der Bevölkerung sehr wichtig ist. Zwar bestätigt Nierhoff, dass es ein Titel ohne Mittel sei, trotzdem setze man damit ein Zeichen und darauf käme es an. "Wir müssen dazu aufrufen, es vorleben und zeigen, dass es eine gute Sache ist", betont er.

Regional und nachhaltig

Die Stadt unterstütze bereits den Fairtade-Gedanken indem man im Rathaus ausschließlich Produkte mit Siegel anbietet. "Der Kaffee ist Fairtrade und auch die Geschenkkörbe werden nur noch mit Produkten aus fairen Handel befüllt", teilt Rosemarie Thürwinkl-Lehner mit. Die Veranstaltungsmanagerin arbeitet seit dem 1. Juli im Rathaus und die feierliche Auszeichnung ist ihr erstes großes Projekt. Und weiter: "Seit 20 Jahren versuche ich selbst darauf zu achten, Bio-, Fairtrade- und Regionalprodukte zu kaufen. Das Siegel ist eine tolle Sache, das uns nichts kostet", sagt sie.

InfoDie feierliche Auszeichnung der Stadt Pegnitz als Fairtrade-Town findet im evangelischen Gemeindehaus statt und beginnt am Samstag, 21. September, um 14 Uhr. 

MARTIN BURGER

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