Autoschieber stehlen 17 BMW in Franken: Polizei hebt geheimen Umschlagplatz aus

11.5.2021, 15:33 Uhr
Jede Menge BMW-Fahrzeugteile stellte die Polizei in der Chemnitzer Werkstatt sicher.

Jede Menge BMW-Fahrzeugteile stellte die Polizei in der Chemnitzer Werkstatt sicher. © Polizei Sachsen

Im Rahmen der umfangreichen und akribischen Ermittlungsarbeit, die durch operative Maßnahmen unterstützt wurde, gerieten die Autoschieber in das Visier der oberfränkischen Polizisten. Die Spuren der Tatverdächtigen führten die Kriminalbeamten ins benachbarte Sachsen, zu einem abgelegenen Betriebsgelände an der Bundesstraße B169, nahe Waldheim-Heyda.

Nachdem die Spezialisten der KPI(Z) ihre sächsischen Kollegen über diese Erkenntnisse informiert hatten, gelang es den Beamten in einer konzertierten Durchsuchungsaktion, die Autoschieber-Werkstatt auszuheben. Die Lagerhalle entpuppte sich dabei als Umschlagplatz für Fahrzeugteile der Marke BMW. Die zuvor gestohlenen, hochpreisigen Autos wurden dort offensichtlich für den Fahrzeugmarkt fein säuberlich auseinander gebaut.

Bereits kurz nach Beginn der Durchsuchung bewahrheiteten sich alle Annahmen der Ermittler. In mehreren Hallen fanden sich in der Hauptsache ein jüngst in Paderborn gestohlener BMW X5 und Unmengen an demontierten BMW-Fahrzeugteilen. Zudem wurden drei Tatverdächtige auf dem Gelände vorläufig festgenommen.

Nahezu zeitgleich zu den Durchsuchungsmaßnahmen stoppten Zivilbeamte auf der B 169 zwei Autos und nahmen deren Insassen ebenfalls fest. da der Tatverdacht besteht, dass sie Teil der auf dem Betriebsgelände systematisch handelnden Gruppe sind. 

Im Ergebnis der Sichtung großer Teile der aufgefundenen Fahrzeugteile ließ sich vorläufig feststellen, dass mindestens sieben gestohlene BMW auf dem Betriebsgelände zerlegt worden waren. Die tatsächliche Anzahl der dort demontierten BMW-Modelle könnte jedoch um ein Vielfaches höher sein. Dies aufzuklären, wird Gegenstand der weitergehenden Ermittlungen sein. 

Ob auch die in Oberfranken entwendeten, mit Keyless-Go-System ausgestatteten BMW in Sachsen zerlegt und anschließend in Einzelteilen ins osteuropäische Ausland transportiert wurden, ist derzeit noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.


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