Freitag, 17.01.2020

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Bachgasse wird neu gestaltet - ohne Bachlauf

Zustand der Straßen in und um Auerbach war auch in der jüngsten Bürgerversammlung ein Thema. - 05.12.2019 10:55 Uhr

Eine Überholspur für die Bundesstraße 85 zwischen Auerbach und Autobahn käme nicht nur den Pendlern entgegen, sondern erhöht auch die Sicherheit, da gewagte Überholmanöver unnötig würden. © Brigitte Grüner


Bei den innerörtlichen Straßen soll im nächsten Jahr die Bachgasse neu gestaltet werden. Der frühere Bachlauf kommt zwar nicht zurück, doch es werden der Straßenbelag erneuert und die Randbereiche mit Pflastersteinen optisch aufgewertet. Die Sanierung und Umgestaltung der Hopfenoher Straße und des Neptunplatzes soll voraussichtlich 2021 durchgeführt werden. Die Straße hat durch die Erschließung des Baugebiets am ehemaligen Festplatz gelitten. Sie soll näher an den Federhof heranrücken und damit einen größeren Vorplatz vor dem Gerätehaus der Feuerwehr ermöglichen, erläuterte der Bürgermeister.

Ausbau kostet 830 000 Euro

Bei den Gemeindeverbindungsstraßen soll im Frühjahr 2020 der dritte Bauabschnitt der Strecke zwischen Gunzendorf und Penzenreuth saniert werden. Bis zur Landkreisgrenze fehlen noch 1,2 Kilometer. Der Ausbau auf eine 5,5 Meter breite Fahrbahn wird voraussichtlich 830 000 Euro kosten, knapp die Hälfte wird an Zuschüssen erwartet.

Die Sanierung von Kreisstraßen muss vom Landratsamt in Amberg in Auftrag gegeben werden. Die Behörde hat in diesem Jahr das Abfahren aller Kreisstraßen durchgeführt und anschließend eine Prioritätenliste erstellt. Die Alleestraße in Auerbach gehöre zu den eher schlechten Kreisstraßen.

Bernhard Dimler erkundigte sich nach dem weiteren Ausbau der AS 43 nördlich von Gunzendorf. Stellvertretender Landrat Martin Weiß erklärte, dass bei der ausgearbeiteten Prioritätenliste nicht nur der Zustand einer Straße, sondern auch die Verkehrsdichte und die Unfallhäufigkeit betrachtet wurden. Es gebe im Landkreis derzeit größeren Sanierungsbedarf als bei der AS 43, die in zwei Bauabschnitten bereits ausgebaut wurde.

Ein 30 Jahre altes Problem werde mittelfristig gelöst, berichtete der Bürgermeister. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach habe sich bereit erklärt, zwischen Reichenbach und Michelfeld einen Radweg neben der B 470 zu bauen. Dieser soll breit genug werden, dass auch landwirtschaftliche Fahrzeuge dort unterwegs sein dürfen. Damit würde das Durchqueren der Stadt überflüssig werden, wenn die Bauern aus dem nördlichen Umland auf ihre Felder südlich der B 85 wollen.

Alfred Kormann erkundigte sich nach dem letzten Bauabschnitt bei der Sanierung der Michelfelder Ortsdurchfahrt. In 2019 habe dafür das Budget des Staatlichen Bauamtes nicht mehr gereicht, sagte der Rathauschef. Er hoffe nun auf 2020.

Eine ganz andere Kategorie von Straßen ist die B 85. Hier liegt die Zuständigkeit bei der Bundesrepublik und damit ebenfalls beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Hoffnung gebe es laut Joachim Neuß für den dreispurigen Ausbau zwischen Auerbach und der Autobahn 9.

Eine in Auftrag gegebene Studie habe ergeben, dass das Verkehrsaufkommen auf dieser Trasse etwa 20 Prozent höher ist als angenommen. Dies verstärke die Notwendigkeit einer Überholspur. Die Brücken entlang der B 85 wären ohnehin bald zu sanieren. Dies erhöhe die Chancen auf eine Umsetzung in absehbarem Zeitraum. Die voraussichtlichen Kosten liegen laut Neuß bei 30 Millionen Euro.

Gerhard Waldmann forderte einen Kreisverkehr an der so genannten Dornisch-Kreuzung. Der Platz müsste eigentlich ausreichend sein dafür, meinte der Wellucker. Die B 85 sei Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans und werde als wichtige Verbindung eingestuft; eine Entscheidung, was an dieser Strecke gebaut wird, falle in Berlin, sagte Bürgermeister Neuß.

BRIGITTE GRÜNER

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