Sonntag, 11.04.2021

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Bauern sind frustriert: Schlechte Stimmung trotz guter Bilanz

Der Maschinenring Fränkische Schweiz stellt einen höheren Beratungsbedarf fest. Auch wegen der Düngeverordnung. - 15.03.2021 19:57 Uhr

Das war noch vor der Corona-Pandemie: Mit einer großen Ausstellung präsentierte der Maschinenring Fränkische Schweiz 2019 seine breite Dienstleistungspalette.

15.03.2021 © Foto: Stephan Herbert Fuchs


Für 2020 kann der Maschinenring Fränkische Schweiz trotz Corona eine gute Bilanz vorweisen. Nach den Worten des Geschäftsführers wurde der Verrechnungswert geringfügig auf drei Millionen Euro gesteigert, den weitaus größten Teil davon macht die Vermittlung von Maschinen aus. Hauptumsatzträger sind dabei die Bereiche Futterernte und Körnerernte, wobei der Sektor Gülleausbringung aufgrund der immer komplexer werdenden Technik ebenfalls stark angestiegen ist.

Zuwächse konnte Appel auch im Bereich der sozialen Betriebshilfe verzeichnen, was hauptsächlich über die hauptberuflichen Mitarbeiter abgedeckt werden konnte. Für den Maschinenring Fränkische Schweiz waren 2020 zwischen zehn und zwölf nebenberufliche und vier hauptberufliche Betriebshelfer tätig. Der Rest wird über die Kräfte der MR Oberfranken Mitte GmbH abgedeckt.

Manuel Appel, MR-Geschäftsführer.

15.03.2021 © Foto: Stephan Herbert Fuchs


Dazu gehören neben dem Maschinenring Fränkische Schweiz auch die Ringe Bayreuth-Pegnitz sowie Kulmbach. Unverändert geblieben ist 2020 die Mitgliederzahl bei 782. "Im Vergleich zu anderen Branchen haben wir durch Corona relativ wenige Einschränkungen hinnehmen müssen", so Appel. So sei die Geschäftsstelle durchgehend besetzt und für die Mitglieder zumindest telefonisch stets erreichbar gewesen. Das sei auch wichtig, denn Manuel Appel stellte durchaus einen höheren Beratungsbedarf, beispielsweise aufgrund der neuen Düngeverordnung, fest. Viele Bauern seien stark verunsichert, mit dem Maschinenring hätten sie stets einen kompetenten Ansprechpartner.

Für das laufende Jahr planen die Verantwortlichen unter anderem eine Erweiterung des Wärmenetzes in Hollfeld. Dort hat der Maschinenring die Geschäftsführung für das Heizwerk und die Biogasanlage.

Nicht nur fortgesetzt, sondern auch ausgebaut werden sollen die Geschäftsfelder unter dem Dach der MR Oberfranken-Mitte GmbH.

Dazu gehören die chemiefreie Unkrautbekämpfung sowie die Bekämpfung des Eichenprozessions-spinners mit der bewährten Heißwassermethode, der Einsatz gegen den Maiszünsler sowie die Verstärkung des eigenen Klauenpflegetrupps. Der Maschinenring Fränkische Schweiz stellt ein besonderes Konstrukt dar, weil sich sein Tätigkeitsgebiet gleich auf drei Landkreise erstreckt.

Neben zwei Gemeinden aus dem Landkreis Bamberg gehören vier Gemeinden aus dem Landkreis Bayreuth dazu, der Rest gehört zum Landkreis Forchheim.

Manuel Appel begründet dies mit der Historie des Rings, die auf den ehemaligen Landkreis Ebermannstadt zurückgeht, der während der Gebietsreform in den 1970er Jahren auf Bamberg, Bayreuth und Forchheim aufgeteilt wurde. Deshalb kann der Maschinenring Fränkische Schweiz auch 2022 bereits sein 60-jähriges Bestehen feiern. "Hoffentlich wieder unter normalen Umständen", sagt der Geschäftsführer.

Das Jubiläum bezieht sich auf die Gründung der beiden "Ur-Ringe" in Ebermannstadt und Hollfeld.

STEPHAN HERBERT FUCHS

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