Bauarbeiten

Baustart für neues Abwasserpumpwerk in Weidensees

2.9.2021, 12:00 Uhr
Die Arbeiten für das Pumpwerk Weidensees haben jetzt begonnen. Die Kosten für den Bau sollen rund 1,67 Millionen betragen. Dazu kommen noch Zusatzkosten von rund 255 000 Euro.

Die Arbeiten für das Pumpwerk Weidensees haben jetzt begonnen. Die Kosten für den Bau sollen rund 1,67 Millionen betragen. Dazu kommen noch Zusatzkosten von rund 255 000 Euro. © Foto: Klaus Trenz

Um in die Förderrichtlinien der Richtlinie zur Zuwendung zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben 2018 zu kommen, wurden heuer vom Stadtrat schnelle Entscheidungen getroffen. Immerhin verspricht die Förderrichtlinie 50 Prozent Zuschuss an den Baukosten.

Im Juni wurde der Bauantrag in eigener Sache vom Stadtrat Betzenstein einstimmig beschlossen. Danach wurden Genehmigungsverfahren und Bau in die Wege geleitet.

Bald Bau der Druckleitung

Laut Geschäftsleitenden Beamten Stefan Pickelmann soll demnächst auch der Bau der rund 2000 Meter langen Druckleitung in Angriff genommen werden. Damit wird das Abwasser bis zum Anschlusspunkt in Hüll geleitet und von dort aus in die mit der Marktgemeinde Plech gemeinsame Kläranlage in Plech.

Mittelfristig soll die Investition durch Verbesserungsbeiträge bezahlt werden, also als Umlage auf die Bürger, die in die Kläranlage einleiten.

Die Zuwendungsbescheide der RzWas gelten noch bis 31. Dezember dieses Jahres. Der Freistaat Bayern aber hat die auslaufende Förderrichtlinie für Abwasseranlagen in einer RzWas 2021 um vier Jahre verlängert.

Einer Sanierung der bestehenden, aber maroden und veralteten Kläranlage in Weidensees hätten die Genehmigungsbehörden vermutlich auch nicht mehr zugestimmt. Seit vielen Jahren untersuche das Planungsbüro Baur Consult verschiedene Varianten für eine Abwasserklärung für Weidensees. Sowohl die Sanierung der Weidenseeser Teichkläranlage sowie der Anschluss an die Kläranlage in Bronn hatten sich als unwirtschaftlich herausgestellt.

Hinzu komme, erklärte Planer Matthias Kraft vor rund einem Jahr im Stadtrat von Betzenstein, dass die vorgeschriebene Reinigungsleistung für das Karstgebiet selbst mit einer sanierten Weidenseeser Teichkläranlage nicht mehr erreicht werden könne. Der Freistaat gebe zentralen Lösungen, wie dem Anschluss von Weidensees an die Kläranlage Plech, generell den Vorrang vor dem Erhalt von kleinen Kläranlagen. "Die Auflagen werden strenger", sagte Kraft, "was die Betriebskosten von kleinen Kläranlagen zu hoch werden lässt".

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