Bayernliga-Tormaschinen zu Gast beim EVP

8.12.2016, 19:41 Uhr
Turbulent ging es in der vergangenen Saison vor dem Tor der Memmingen Indians zu.

Turbulent ging es in der vergangenen Saison vor dem Tor der Memmingen Indians zu. © Richard Reinl

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz — ECDC Memmingen (Freitag, 19.30 Uhr) - Im Hinspiel wurde der EVP vor 1300 Zuschauern von den Indians klar in die Schranken gewiesen, jetzt mit dem Heimvorteil im Rücken will man sich besser aus der Affäre ziehen. Das wird alles andere als leicht, will doch der Tabellenvierte auf seinem Weg in Richtung Oberliga die derzeit zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Miesbach möglichst schnell aufholen.

Deshalb wurde die Offensivabteilung noch einmal verstärkt. So ist seit dem 1. Dezember Timo Schirrmacher spielberechtigt, der bereits seit Saisonbeginn am Hühnerberg mittrainiert. Zudem kam vom Oberliga-Aufsteiger Lindau der 23-jährige Stürmer Steffen Kirsch, der vorher auch schon in Ravensburg und Füssen aktiv war. Damit sollen Personalengpässe im Angriff gemildert werden, die allerdings trotz des überraschenden Abgangs von Mike Dolezal in Richtung Ulm angesichts von bisher erzielten 95 Toren nicht so gravierend gewesen sein können.

Die Stars bei den Indians sind Top-Scorer Antti-Jussi Miettinen, Jan Benda, der ehemalige Kapitän der Eishockey-Nationalmannschaft als Turm in der Abwehr, sowie Lukas Varecha, Patrick Weigant oder Daniel Huhn, um nur einige Cracks zu nennen.

EVP-Trainer Florian Müller hofft, dass er für dieses schwere Match den kompletten Kader zur Verfügung hat, auch wenn am Dienstag Christof Mendel, Simon Bogner, Alexandrs Kercs und Markus Schwindl meist wegen grippaler Infekte beim Training gefehlt haben. Wichtig wird die entsprechende Unterstützung von den Rängen sein, um Memmingen Paroli bieten zu können. Müller: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nützen. Vielleicht springt ja der ein oder andere überraschende Punkt heraus.“

EV Pegnitz — Erding Gladiators (Sonntag, 17.30 Uhr) - Noch schwerer wird voraussichtlich die Aufgabe am Sonntag, wenn die Tormaschine aus Erding gastiert. Der Aufsteiger hat nach einem verhaltenen Beginn zuletzt einen Lauf und so können die Bierstädter nach einem Trainerwechsel auf sechs Siege in Serie verweisen, wobei auch noch die Spitzenteams Memmingen und Miesbach deutlich bezwungen wurden.

Die Philosophie von Thomas Vogel besteht in bedingungslosem Offensiv-Eishockey und in der Tat ist der Sturm der Gladiators kaum mehr zu stoppen, wenn er erst einmal in Fahrt gekommen ist. Das überragende Torverhältnis von 105:59 beweist es. Dazu hat auch die Abwehr unter Vogel in sechs Spielen nur mehr zwölf Gegentreffer eingefangen.

Die Ice Dogs werden gut daran tun, sich noch mehr als sonst auf eine stabile Verteidigung zu verlegen, in der auch die Stürmer mit aushelfen müssen. Anders ist Top-Stürmern wie Daniel Krzizok nicht beizukommen, zeigte sich doch selbst Trainer Vogel nach dem 7:2-Erfolg über Spitzenreiter Miesbach „sprachlos“ ob der fulminanten Leistung seiner Abteilung „Attacke“. Wie dem auch sei, die Fans dürfen sich jedenfalls auf eine höchst interessante Partie freuen.

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