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Beirut statt Bayreuth: Brief landete versehentlich im Libanon

Peinliches Malheur der Post: Hausarbeit eines Studenten wurde in den Nahen Osten geschickt - 20.11.2020 16:56 Uhr

Kann man schon mal mit Bayreuth verwechseln: Beirut.

14.11.2020 © ANWAR AMRO, AFP


Elias Schindler war davon ausgegangen, dass es die Post problemlos schafft, einen Brief innerhalb Bayreuths zuzustellen. Der Jura-Student hatte bis kurz vor Abgabeschluss an seiner Hausarbeit geschrieben und sie dann in einer Postfiliale aufgegeben.

Nach zwei Tagen wollte der Absender wissen, ob sein Einschreiben angekommen ist, und bekam einen gehörigen Schreck. Laut der Online-Sendungsverfolgung lag sein Brief zur internationalen Weiterversendung im Logistikzentrum der Post in Frankfurt am Main. Bei den Informationen stand laut eines Berichts des Bayerischen Rundfunks etwas in arabischen Schriftzeichen, das Schindler nicht verstand. Entziffern konnte er aber „Liban Post“, später tauchte die Hausarbeit in Beirut auf.

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„Oberpeinlich für die Post“ ist das nach Ansicht des Studenten, für den die Odyssee seiner Hausarbeit keine negative Konsequenzen hat. Die Hochschule akzeptierte den Poststempel, so dass die Abgabefrist als eingehalten gilt. Das bestätigte auch die Sprecherin der Hochschule. Schindler habe den Einlieferungsbeleg fotografiert, eingescannt und der Hochschule zukommen lassen.

Den Weg über die Post hatte der Student aufgrund der aktuellen Corona-Richtlinien gewählt. Studierende sollen aufgrund der Infektionsgefahr derzeit dem Campus möglichst fernbleiben. An seiner Handschrift könne es nicht gelegen haben, dass sein Brief einen derartigen Irrweg genommen habe, erklärte Schindler in einem Interview mit dem BR. „Ich finde sie schon gut lesbar, und ich habe ,Bayreuth‘ auch noch sehr groß draufgeschrieben.“ Inzwischen hat er seine Hausarbeit zur Sicherheit auch noch persönlich beim Lehrstuhl vorbeigebracht – „mit Maske und 1,5 Meter Abstand“.

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Es scheint übrigens nicht das erste Mal gewesen zu sein, dass bei der Post Bayreuth und Beirut verwechselt werden. Auf Facebook berichtet eine Nutzerin von einem Brief mit „Merry-Christmas“-Aufkleber, der im Sommer angekommen war und laut Poststempel ebenfalls den Umweg über den Libanon genommen hatte.

Eine andere Nutzerin erzählt in ihrem Kommentar von ihrer einstigen Arbeit in einem Paketzentrum. Da sei es zum Beispiel hin und wieder vorgekommen, dass ein Paket statt nach Österreich, das sich im Englischen ja Austria schreibt, nach Australien weitergeleitet wurde.

aar

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