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Beschleunigt durch Corona: Pegnitzer "Raum für dich" schließt

Die Coronakrise hat die Schließung beschleunigt. In etwa anderthalb Jahren wäre ohnehin Schluss gewesen. - 02.06.2020 11:55 Uhr

Kurse im „Raum für Dich“, das war einmal. Bis zum Herbst weicht Miriam Glenk (links) auf eine Wiese aus. © Foto: NN


"Der Prozess dahin war schwierig, aber dann war die Entscheidung klar", sagt Glenk. Auch sie und ihr insgesamt neun Frauen starkes Team wurden von der Coronakrise erwischt: Anfangs durften gar keine Kurse stattfinden, mittlerweile sind sie möglich, aber auf drei Teilnehmer beschränkt — zu wenig, denn die Fixkosten für die Räumlichkeiten laufen ja weiter.

Der "Raum für Dich" war aus Glenks Sicht eine Ruheinsel im Alltagsstrom. Hier sollten Menschen Ruhe, Kraft und Neuausrichtung finden. Miriam Glenk hat sich in 15 Jahren Selbstständigkeit immer weiter entwickelt und ihre eigene Bewegungsmethode erfunden. Sie nennt sie "move to feel you". Sie unterrichtet in zwei Varianten, genannt soft und fire, und verbindet damit unter anderem Yoga, Physiotherapie, Bioenergetik und Spiraldynamik.

Außerdem arbeitet sie als Mentorin und Trainerin im Bereich inneres Zustandsmanagement und Persönlichkeitsentwicklung. Sie bildet aus, ist Autorin und bietet Schmerztherapie, Entspannung sowie Visionsarbeit. Auch nach Schließung der alten Räume stellt sie weiterhin im Untergeschoss am Schlossberg ihre Angebote zur Verfügung.

Ihre etwa 800 Kunden habe sie bereits informiert, sagt Glenk. Die Resonanz: "Sie waren sehr traurig, hatten aber auch Verständnis für meine Entscheidung. Jeder soll das Gefühl haben, dass es ein gutes Ende ist."

Auf der Wiese und online

Die Kurse wird es auf zwei Wegen weiterhin geben: Einerseits an der frischen Luft, auf einer Wiese. Dieses Angebot läuft bis zum Herbst. "Ich werde mir dann überlegen, ob ich es im nächsten Jahr fortführen werde", sagt Glenk. Und andererseits online, dieses Angebot ist dauerhaft.

In etwa anderthalb Jahren, schätzt Glenk, wäre sowieso Schluss gewesen mit dem "Raum für Dich". Bekanntlich ist Glenk eine der Macherinnen des geplanten Hotels auerplace in Auerbach. Wann der Bau fertig und eröffnet wird, kann Glenk nicht sagen, aber: "Dann wird es die Kurse wieder geben. Für die Geschäftsreisenden genau so wie für die regionalen Kunden."

Fragt sich noch, was mit Fitfood passieren wird, dem Restaurant, das ebenfalls in den Räumlichkeiten am Schloßberg ansässig ist. Seit Juli vergangenen Jahres wird es von Karin Altenburg betrieben. Sie hat sich auf gesunde Speisen spezialisiert. Auf Anfrage der Nordbayerischen Nachrichten sagt Altenburg: "Wir haben seit Montag vergangener Woche wieder offen und werden sehen, wie das Geschäft nach der durch Corona bedingten Schließung wieder anläuft."

MARCEL STAUDT

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