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Besuchermagnet: Über 10.000 Menschen beim Bratwurstgipfel

Stephan Jamm von der Metzgerei Deininger aus Unterfranken wurde Gesamtsieger - 13.05.2018 20:01 Uhr

Ehre, wem Ehre gebührt: Stephan Jamm aus Unterfranken hat die Wahl zum Fränkischen Bratwurstkönig für sich entschieden. © Hans von Draminski


„Das Handwerk arbeitet beim Bratwurstgipfel zusammen“, sagte der Vorsitzende der Handwerkskammer Oberfranken, Thomas Zimmer, zu Beginn der Veranstaltung. Schon vor 11 Uhr füllten sich die Bierbänke vor der Bühne. Bis 15 Uhr waren einige Kreativbratwürste bereits ausverkauft und mussten nachgeordert werden. Anders als nach der ursprünglichen Kritik in den sozialen Netzwerken erwartet, fielen die Reaktionen der Besucher auf den Eintrittspreis von fünf Euro vor allem verständnisvoll aus. Gerda Sperber aus Henfenfeld antwortet auf die Frage, ob sie den Eintritt vertretbar finde mit: "Warum nicht?" Sie hat den Bratwurstgipfel zum ersten Mal besucht.

Familie Schmettke aus Betzenstein ist vor allem wegen des Kabarettisten Matthias Matuschik gekommen. Die fünf Euro Eintritt finden Ralf, Christl und Hanna in Ordnung. "Man gibt für so viele Sachen Geld aus, jetzt bekommt man dazu noch Musik und Sicherheitspersonal." Die Konsistenz der Dolomiti-Bratwurst fanden sie besonders gut, ihnen wäre aber ein kleiner Teller mit mehreren Versuchsstücken am liebsten, um alle Variationen probieren zu können.

Ebenfalls Verständnis für den Eintrittspreis hat Anton Brendel aus Hainbronn: "Ich finde die ganze Art des Bratwurstgipfels passt einfach. Ich war schon zwei- oder dreimal hier. Wenn in Pegnitz mal was los ist, sollte man auch hingehen." Drei kreative Bratwürste hatte er probiert, ein oder zwei wollte er noch versuchen. Einen Favoriten konnte er nicht ausmachen, das sei schwierig.


Viel Geld für Programm

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Der Bratwurstgipfel ist ein echter Besuchermagnet. Auch wenn heuer keine 20.000 Besucher in Pegnitz waren, ziehen die Veranstalter ein positives Fazit.Die kleinen Besucher konnten sich am naheliegenden Spielplatz austoben, während die Eltern und Großeltern sich durch rund 25 klassische und Kreativbratwürste probieren. Den Titel "Bratwurstkönig" sicherte sich in diesem Jahr Stephan Jamm aus Unterfranken.


Aus Schwarzenbach/Saale ist Mario Ziermann angereist: „Ich habe erst eine Wurst probiert. Mir liegen aber eher die klassischen.“ Er hat in Pegnitz vor ein paar Jahren Koch gelernt und findet die Idee der Bratwürste mit Kraut gut. Auch für ihn gehen die fünf Euro Eintritt in Ordnung, weil das Kinderland erweitert wurde und Security und Musik Geld kosten. "Ich würde auch mehr zahlen“, sagt er im Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten.

Für die rückläufigen Besucherzahlen macht Organisator Michael Breitenfelder am Sonntagabend vor allem die vielen konkurrierenden Veranstaltungen verantwortlich. Waren es in den vergangenen Jahren noch rund 20.000 Besucher, sind dieses Mal geschätzte 11.000 Menschen in den Wiesweiherpark gekommen. Genaue Zahlen sollen nach der Auszählung der vier Tageskassen im Lauf des Montags vorliegen. Er habe von Besuchern und Metzgern viele positive Rückmeldungen bekommen, weil sie wegen der geringeren Besucherzahlen nicht so lange an den Ständen anstehen mussten und auch nicht durchgeschoben wurden."Zum Glück hat das Wetter bis zum Ende gehalten“, erklärt er. Wie es im nächsten Jahr weitergeht — ob mit oder ohne Eintritt — werde sich bei einer Besprechung in Ruhe noch klären.

Gesamtsieger und Bratwurstkönig: Stephan Jamm von der Metzgerei Deininger (Markt Einersheim).

„Klassische Bratwurst“: 1. Stephan Jamm von der Metzgerei Deininger (Markt Einersheim), 2. Peter Wehrfritz von der gleichnamigen Metzgerei (Muggendorf), 3. Stefan Kaminski von der Metzgerei Eiden (Gunzenhausen).
„Kreativbratwurst“: 1. Markus Wagner von der gleichnamigen Metzgerei (Hausen), 2. Mitko Avramov von der Metzgerei Hahn GmbH (Bad Windsheim), 3. Stephan Jamm von der Metzgerei Deininger (Markt Einersheim).

Publikumsliebling: Metzgerei Wiesenmüller (Bayreuth).

Gewinnerin des privaten Bratwurstgipfels: Doris Kraus (Kirchenthumbach). 

Kerstin Goetzke

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