Mittwoch, 19.05.2021

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Betzenstein: Offene Sonderimpfaktion am Samstag

Die Gemeinschaftspraxis in Betzenstein bietet für Samstag eine offene Impfaktion mit Astrazeneca an - 04.05.2021 08:55 Uhr

Dr. Stefan Bauernschmitt (links), seine Kollegen in der Betzensteiner Gemeinschaftspraxis und Mitarbeiterinnen bereiten eine offene Aktion für alle Impfwilligen vor.

03.05.2021 © Foto: Klaus Trenz


Die eigenen Patienten, die sich gerne impfen lassen wollen, hat Bauernschmitt bereits informiert. "Es sind aber noch genügend Dosen übrig, sagt er, "auch für Nichtpatienten". Das heißt: Es spielt keine Rolle, woher der Impfwillige kommt: "Der Impfstoff ist ein Allgemeingut", sagt der Arzt "und je mehr Menschen geimpft sind, desto besser". Man werde am Samstag alles verimpfen, was planbar sei, möglicherweise werde man die Woche darauf am Montag und Dienstag die Aktion fortsetzen. Routine hat das Team der Gemeinschaftspraxis mittlerweile genug. Rund 850 Impfungen, so Bauernschmitt, seien in der Praxis bereits durchgeführt worden, auch weil man bei den Testpraxen des Landkreises Bayreuth dabei war. Und Platz für eine derartige Impfaktion habe man auch. "Wir haben große Praxisräume", erklärt Bauernschmitt. Auf rund 700 Quadratmetern werden sich die Menschen in der Praxis an der Bayreuther Straße 24 in Betzenstein nicht in die Quere kommen.


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Für die Sonderimpfaktion hat die Praxis eine extra Hotline eingerichtet, die ab dem heutigen Dienstag, 4. Mai, zu den Praxisöffnungszeiten zu erreichen ist. Am Dienstag ist das Telefon mit der Rufnummer (0 92 44) 9 82 62 78 von 8 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr besetzt. Eine Online-Anmeldung ist nicht möglich. Mitzubringen sind der internationale gelbe Impfpass, die Gesundheitskarte der Krankenkasse sowie ein ausgefüllter Fragebogen, den man ab Mittwoch, 5. Mai, auf der Internetseite der Gemeinschaftspraxis www.medinbetzenstein.de herunterladen, ausdrucken und vorab ausfüllen soll. Wer dazu keine Möglichkeit hat, kann den Fragebogen auch vor Ort ausfüllen. Man möchte aber den bürokratischen Aufwand so gering wie möglich halten. Die Mitnahme des Personalausweises kann nicht schaden. Wer keinen Impfpass hat, bekommt einen neuen ausgestellt. Die Impfungen werden von drei Ärzten und ihrem Team aus erfahrenen Mitarbeitern, nach einem kurzen Aufklärungsgespräch in kleinen Gruppen, durchgeführt. Es seien aber bei Bedarf auch persönliche Gespräche möglich. Nach der Impfung nimmt man noch rund 15 Minuten Platz und erhält dann seinen zweiten Impftermin, der bei dem Impfstoff von Astrazeneca für einen vollen Impfschutz notwendig ist.

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Einen Haftungsausschluss, den Patienten unterschreiben sollen und nach dem Bauernschmitt nicht selten gefragt wird, gebe es nicht, so sein ausdrücklicher Hinweis. Er verweist auf das Bundesgesundheitsministerium, wo die Haftungsfrage geklärt ist: "Wer durch eine von der obersten Landesgesundheitsbehörde öffentlich empfohlene Schutzimpfung einen Impfschaden erlitten hat, erhält auf Antrag eine Versorgung vom Land". 

Hinsichtlich der Skepsis gegenüber dem Impfstoff von Astrazeneca, bei dem seltene Fälle von Hirnthrombosen nach der Impfung aufgetreten sind, sagt Bauernschmitt: "Bei frühzeitiger Diagnose gibt es Behandlungsmöglichkeiten" und: "Es ist ein guter und sicherer Impfstoff". 

KLAUS TRENZ

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