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Betzensteins Freie Wähler küren einstimmig Kandidaten

Der amtierende Bürgermeister und Vorsitzende Claus Meyer will es noch einmal wissen - 13.12.2019 23:33 Uhr

Betzensteins Freie Wähle wollen es wissen und treten zu den Kommunalwahlen 2020 mit großem Team an. Auch der Amtierende Bürgermeister Claus Meyer will seinen Posten verteidigen.


FW-Vorsitzender Meyer zeigte sich mit der Zusammensetzung der Liste zufrieden. Einerseits seien im Großen und Ganzen alle Ortsteile vertreten, andererseits habe man es geschafft, junge Menschen zur Kandidatur zu bewegen. So weise die Liste einen Altersdurchschnitt von knapp 39 Jahren auf.

Wie schon bei der Hauptversammlung der FW im November angekündigt, stellen sich die Stadträtinnen Simone Bauernschmidt und Andrea Carl sowie Stadtrat Reinhold Häberlein nicht mehr zur Wahl. Dass vor allem zwei Frauen nicht mehr im Gremium vertreten sein werden, ist für Meyer nicht wünschenswert. Da auch Johanna Graf (WG) mehrmals erklärt hat, nicht wieder anzutreten, geht Meyer davon aus, dass sich der Frauenanteil in einem künftigen Stadtrat reduzieren wird. "Die fünf Frauen haben dem Gremium sehr gut getan", sagte er.

Im Hinblick auf die Stadtratsarbeit nach den Wahlen 2020 seien "die Pflöcke für die nächsten Jahre eingerammt". Konkret seien das der Bau der Turnhalle, für die man zwölf Jahre lang gekämpft habe. Die Flurneuordnungen und Dorferneuerungsmaßnahmen für Leupoldstein, Ottenberg und Höchstädt stünden an. "Eine große Nummer wird die Abwasserbeseitigung", meinte Meyer, obwohl man in den letzten Jahren viel in Kianal und Abwassertechnik investiert habe. Möglicherweise wird man schon Ende des Jahres wissen, wie die Förderkulisse aussieht. Im kommenden Jahr soll auf jeden Fall mit den Planungen beginnen – das betrifft die Abwasserbeseitigung in Weidensees sowie die Ertüchtigung der mit der Marktgemeinde Plech gemeinsam betriebenen Kläranlage.

Ebenfalls bis Weihnachten sollen laut Landratsamt Bayreuth die Planungen für den weiteren Breitbandausbau in Auftrag gegeben werden. Noch keine Lösung hat man für das Freibad, das auf absehbare Zeit eine neue Heizungsanlage braucht. Zum Thema Bauland signalisierte Meyer, dass bereits bei der nächsten Stadratssitzung ein Aufstellungsbeschluss über ein nicht näher benanntes Wohnbaugebiet gefasst werden soll: "Es wird sich was tun."

Anerkennung zollte Meyer vor allem den FW-Stadträten Ulrich Strauß, Andrea Carl und Simonie Bauernschmidt, die wichtige Rollen bei den Bürgerprotesten gegen die Stromtrasse eingenommen haben. "Wir haben viel Zeit dafür verwendet, Negatives abzuwenden, als Postitives zu schaffen", sagte Strauß. Dennoch: Unter anderem mit dem Bau der Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Mülldeponie sowie den beiden Windrädern erzeuge man unter dem Strich mehr Energie, als die Gemeinde verbrauche. Für Andrea Carl immer noch zu wenig. Im Vergleich zu anderen Landkreisgemeinden stehe man hinsichtlich des Ausbaus von von Photovoltaik "schlecht da".

Die Freien Wähler müssten das Thema Energiewende und Energieeinsparung weiter besetzen. Meyer dazu: "Das Thema Klimaschutz ist das Thema der Zeit, wir dürfen nicht stehen bleiben."

Carl forderte die FW auf, auch beim Thema Senioren und demografischer Wandel "weiter dran zu bleiben". Es gebe immer mehr alte Leute in den Ortschaften: "Wir müssen schauen, dass wir die Mobilität aufrechterhalten." Stadtrat Richard Engelhardt appellierte an die Anwesenden, dass sich auf Gemeindegebiet niemand abgehängt fühlen dürfe, sprich: die Belange der Ortschaften sollen Berücksichtigung finden. "Sie werden das auch einfordern", so Engelhardt. "Die letzten sechs Jahre waren die besten", resümierte Meyer hinsichtlich der Stadtratsarbeit: "Wir haben an einem Strang gezogen und wenn ich mir etwas wünschen darf, dann, dass es so bleibt." Aber es werde "Projekte geben, die uns viel Nerven kosten werden".

Die Liste: 1. Claus Meyer (50), Nachrichtentechniker (Dipl.Ing.), 2. Uli Strauß (49), Zimmerermeister, Unternehmer, 3. Richard Engelhardt (52) Industriemeister, 4. Johannes Sperber (30), Industriemechaniker, 5. Carmen Bammler 37), Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, 6. Jürgen Schmidt (47), Lieferantenmanager, 7. Martin Schmidt (28), Versuchsingenieur, 8. Harald Haas (54), Nachrichtentechniker (Dipl. Ing.), 9. Andreas Hoth (34), Logistiker, 10. Carmen Kreuzer (52), Pfarramstsekretärin und Mesnerin, Bademeisterin, 11. Fabian Otto (25), Ingenieur, 12. Silas Carl (22), Vermögensberater, 13. Julia Raum (22), Eventmanagerin, 14. Christian Meyer (34), Ingenieur, Ersatzkandidaten: Markus Reimer und Karin Vizethum.

klt

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