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Donnerstag, 18.07.2019

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Biker nahm Schluck aus dem Weihwasserkessel

227 Maschinen beim Motorradgottesdienst auf Maffei - Feuerwehr führte Konvoi an - 30.06.2019 23:01 Uhr

227 Biker kamen am Sonntag bei hochsommerlichen Temperaturen zum Motorradgottesdienst auf das Gelände des Bergbaumuseums Maffei. Kaplan Thomas Rostek CR (3. von links) segnete die ankommenden Motorräder.


Der Motorradgottesdienst auf Maffei war am Sonntagvormittag ein Treffpunkt nicht nur für Biker, sondern auch für viele Gläubige aus Auerbach und den Ortsteilen. 227 Motorräder – hauptsächlich aus der Oberpfalz und den fränkischen Nachbarbezirken – waren dabei.

Der Auerbacher Motorradgottesdienst hat schon Tradition. Nicht nur beim Veranstalter, dem Mogo-Team um Thomas Kormann, und beim Gastgeber, dem Förderverein Maffeispiele. Auch für viele Biker aus der Region ist es selbstverständlich geworden, sich den Segen abzuholen und den Motorradgottesdienst auf dem Museumsgelände in Nitzlbuch zu besuchen. Selbst von den angekündigten Temperaturen von über 30 Grad am Nachmittag ließen sich die Besucher nicht abhalten.

Nur mit Jeans und T-Shirt

Einige waren im Sommer-Outfit gekommen. "Bei dieser Hitze fahre ich mit Jeans und T-Shirt" sagte Frank Schmidt aus Pottenstein. Mit seiner Gold Wing sei er ohnehin nie sehr schnell unterwegs. Die Mehrheit der Fahrer war trotz der Hitze aber mit Lederkombi oder Schutzkleidung da. "Meine Jeans ist extra für das Motorradfahren gemacht und hat eingenähte Protektoren im Kniebereich", erklärte etwa Peter Sirtl aus Eschenbach. "Ohne Schutzkleidung geht nichts. Da habe ich schon zu viel Negatives im Beruf erlebt", sagt Sirtl, der im Rettungsdienst tätig ist.

Auf dem Maffei-Freigelände waren Sonnenschirme und Pavillons aufgebaut worden, um den Gottesdienstbesuchern möglichst schattige Plätze bieten zu können. Einige Biker suchten sich gleich einen Platz in der kühlen Kulturhalle. Die Mehrheit der insgesamt 227 Maschinen war mit dem Konvoi gekommen. Angeführt wurde dieser vom Einsatzkrad der Auerbacher Feuerwehr, das Harald Schmidt fuhr, und von einem Einsatzmotorrad des ASB, das aus Schweinfurt gekommen war. Die gemeinsame Anfahrt führte vom Novettaweg über Degelsdorf, Zogenreuth und die Innenstadt nach Nitzlbuch.

Pater Rostek, der als Sozius von Thomas Kormann unterwegs war, segnete die ankommenden Maschinen und ihre Fahrer mit Weihwasser. Ein Biker nahm sogar aus dem Weihwasserkessel einen Schluck. Sehr erfrischend wird dieser Trunk allerdings nicht gewesen sein, da dem Wasser aus Gründen der längeren Haltbarkeit traditionell etwas geweihtes Salz zuzugeben wird.

Der Gottesdienst wurde von Mitgliedern des Mogo-Teams mitgestaltet, die Lesung und Fürbitten übernahmen. "Wir brauchen Verkehrsmittel, unter anderem um fremde Länder zu besuchen, aber auch, um anderen schnell helfen zu können", sagte Isabel Köstler in ihren einführenden Worten.

Mit dem Segen für die Fahrzeuge gehe die Verpflichtung der Rücksichtnahme auf andere einher. Die Kollekte geht in diesem Jahr an die örtliche Realschule. Mit dem Geld sollen sozial schwache Familien unterstützt werden, skizzierte Thomas Kormann. Die Gruppe "Willi&Friends" gestaltete den Gottesdienst musikalisch und spielte nach der Messe noch zur Unterhaltung der Besucher auf. 

BRIGITTE GRÜNER

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