Samstag, 26.09.2020

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Biker waren zu laut: Polizei zieht Harley-Fahrer aus dem Verkehr

Motorradkontrollgruppe geht in Oberfranken gegen Lärm vor - 10.08.2020 16:53 Uhr

Ein Beamter der Motorradkontrollgruppe überprüfte zwei Biker aus dem Landkreis Nürnberger Land mit ihren Maschinen am Freitag gegen 12.15 Uhr in der Albrecht-Dürer-Straße in Bayreuth.


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Ein 60-jähriger Motorradfahrer hatte seine Maschine dahingehend verändert, dass er einen zusätzlichen Taster zur Deaktivierung der elektrischen Auspuffklappensteuerung verbaut hatte. Damit war es dem Fahrer möglich, die Klappen auch bei niedrigen Geschwindigkeiten, bei denen sie eigentlich aus Lärmschutzgründen automatisch schließen, manuell zu öffnen.

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Ein Meer aus Motorrädern erstreckt sich am Samstag am Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Am Vormittag haben sich tausende Biker für eine Demonstration gegen mögliche Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen versammelt. In einer Kolonne wollten die Teilnehmer den Stadtring umfahren. Aus ganz Mittelbayern seien Demonstranten angereist. Für andere Verkehrsteilnehmer kommt es zu Einschränkungen.


Der zweite Biker war ebenfalls mit einer Harley unterwegs. Der 55-Jährige hatte ebenfalls an seinem Motorrad einen solchen Taster verbaut. Zudem berichtet die Polizei, dass er Scheinwerfer und sogenannte Highway-Pegs, also alternative Fußrasten, montiert hatte, obwohl diese kein Prüfzeichen besitzen und eine Gefährdung für die Verkehrssicherheit darstellen.

Beiden Männern untersagte der Beamte die Weiterfahrt. Sie müssen sich jeweils wegen der Verkehrsverstöße verantworten, die ein Bußgeld in dreistelliger Höhe zur Folge haben. Vor der nächsten Fahrt müssen die beiden Biker die nicht eingetragenen Veränderungen an ihren Maschinen zurückbauen.


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