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"BOchsenstopp" am Ochsenkopf?

Studentin der Pegnitzer Hotelfachschule entwirft Gastronomie-Projekt für das Fichtelgebirge - 10.12.2018 11:44 Uhr

So stellt sich die Pegnitzer Hotelfachschülerin Mellinda Meingast die künftige Gastronomie am Ochsenkopf vor. © mm


Melinda Meingast, die im Sommer die Pegnitzer Schule als Hotelbetriebswirtin verlassen hat, liebt Herausforderungen. Mit Stolz verweist sie auf ihren Sieg beim 1. "Hilton Champ" der Auszubildenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zudem fühlte sie sich als leidenschaftliche Skifahrerin von Kindheitsbeinen an verpflichtet, einen Beitrag zur regionalen Weiterentwicklung der Region zu leisten.

Die Vorteile der neuen Seilbahnen sieht sie in einer angenehmeren, windgeschützten Fahrt, in einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen mit Zehnergondeln, in der Barrierefreiheit sowie im problemlosen Transport für Rollstühle, Fahrräder, Kinderwagen und Hunde.

Sie verweist auf den geplanten Neubau der Bergstation, in den beide Bahnen gemeinsam einfahren. Dort soll die zweigeteilte Gastronomie entstehen, ein "BOchsenStopp"-Selbstbedienungslokal für die Sportler und ein exklusives "Gaumenfreu(n)de"-Restaurant.

Live-Cooking-Stationen sollen die Wartezeiten minimieren, Events die Attraktivität erhöhen. So denkt Meingast an Fackelwanderungen auf den Ochsenkopf mit anschließendem Abendessen, an Nacht-Skifahren, Hütten-Fondue-Abende oder ein "Gondel Dinner", bei dem den Gästen ein Menü in der Seilbahn serviert wird. Der Biergarten könnte mit Freiluft-Filmnächten oder Grillabenden am Lagerfeuer aufgewertet werden. Denkbar sei auch eine drehbare Aussichtsplattform.

"Beauty-Corner" am Berg

In einer Public Area soll es eine Tourist-Information genauso geben wie eine "Doggy-Station" für die Vierbeiner, einen "Runners Point" mit frischem Obst und Karaffen mit hausgemachten Erfrischungen, einen "Chillout-Bereich" mit Liegestühlen und Couches zum Entspannen sowie einen "Beauty-Corner" zur Pflege der sommers wie winters gereizten Haut.

Die Ausstattung soll im Landhausstil an das urige Flair einer Skihütte erinnern, mit viel Holz und Granit. Alles hat die Hotelfachschülerin in ihr Projekt einfließen lassen, von der Lichtstärke der Lampen bis zur Kleidung des Personals.

Auch die Speisekarten hat sie schon im Kopf, vom "Pausenbrot" über den "Suppenkasper" bis zu "Sweets for my sweets". Im gehobenen Ambiente wird die Regionalität um Lachs, Garnelen, argentinisches Filet-Steak, Trüffelpasta oder Trentiner Spinatnocken erweitert.

Mit Unterstützung ihres Betreuungslehrers Hermann Liebert hat Melinda Meingast das Projekt auch kalkuliert. Sie geht von Aufwendungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro im ersten Jahr aus, die sich später auf 1,8 Millionen jährlich reduzieren. Den Umsatz sieht sie bei jährlich 2,5 Millionen Euro mit steigender Tendenz. Wird demnach im ersten Jahr noch ein Defizit von knapp 70 000 Euro erwartet, so soll sich der Reingewinn danach bei bis zu 800 000 Euro einpendeln.

Meingast will den Ochsenkopf zur Trend-Location in der Region entwickeln und träumt von einem Gastronomie-Gesamtkonzept am Puls der Zeit. Die Kollegen im Tal werden eher von solchen Umsätzen und Gewinnen träumen. 

ISI REINL

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