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Mittwoch, 26.06.2019

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Bratwurstgipfel: Kultur-Kaleidoskop und Gaumenkitzel

Event in Pegnitz lebt auch von seinem vielfältigen Rahmenprogramm – und von der guten Laune - 02.06.2019 22:07 Uhr

In den Nachmittagsstunden war das Wiesweiher-Gelände zeitweise proppenvoll – der Bratwurstgipfel ist immer noch ein Massenmagnet, dessen Wirkung weit über die Region hinaus strahlt. © Foto: Hans von Draminski


Dass Moderator Bernd Rasser schon immer gern mal "bei einem Einmarsch" dabei sein wollte, ist zum Glück ebensowenig als Aggression gegen die europäischen Nachbarn zu verstehen wie die Ankündigung von Bürgermeister Uwe Raab, man müsse "ernsthaft über eine Osterweiterung" nachdenken". Der eine freute sich schlichtweg wie ein Schnitzel, mit den Metzgern unter dem tosendem Beifall des Publikums ins Wiesweiher-Gelände einziehen zu dürfen und damit auch einen Abglanz des Ruhms zu ernten – später wurde Rasser sogar noch zum Chevalier geschlagen und war völlig aus dem Häuschen.

Und die Osterweiterung? Sollte in Gestalt von Oberpfälzer Metzgern den Gipfel bereichern, wenn es nach Raab geht . . .

„Ein Hoch auf die Kreativbratwurst“: Bürgermeister Uwe Raab (rechts) und Schirmherr Thorsten Glauber hatten in der Fachjury sichtbar ihren Spaß . . . © Foto: Hans von Draminski


Der 9. Pegnitzer Bratwurstgipfel ist Geschichte. Und er brachte einige spannende, lustige, ansprechende und vor allem nachdenkenswerte Momente mit. Ein buntes Kaleidoskop zwischen Verkostung und Kabarett, kulinarischem Genuss und Zwerchfell-Belastung.

Da wusch etwa zwischen zwei Jury-Runden, zwischen traditionell und kreativ, die "Kult-Putzfrau" Ines Procter, die normalerweise den Veitshöchheimer Frankenfasching unsicher macht, kurzerhand Landrat Hermann Hübner den Kopf. Resolute Frauen sind eben so.

„In der Politik gibt es besonders viel Schmutz“, denkt sich Kult-Putzfrau Ines Procter und wäscht Landrat Hermann Hübner kurzerhand den Kopf. © Foto: Hans von Draminski


Bei den Pegnitzer Faust-Festspielen drehte sich alles um das "Heiße Eisen" namens Seitensprung – ein witziger Vorgeschmack auf die Festspielsaison, die am 17. Juli beginnt. Und die Band "Continental Breakfast" brachte die Menschen im zeitweise proppenvollen Wiesweiher mit melodischen Coverversionen zwischen "Eagles" und "Deep Blue Something" gut über den langen Bratwursttag. Eine Spur Kultur kann nicht schaden, wenn der Gaumen gerade einen kleinen Geschmacks-Overkill erleidet.

. . . und auch Oberfrankens Handwerkspräsident Thomas Zimmer ließ sich die zum Teil ziemlich exotischen Kreationen sehr gut schmecken. © Foto: Hans von Draminski


"Sagenhaft gut"

"Schmeckt sagenhaft gut", meinte die junge Vegetarierin vom Bierstand zur "Vrechen Vroni", der veganen Bratwurst der Bad Windsheimer Metzgerei Rienecker. Und auch die Bratkartoffel-Bratwurst des nun von Thomas Wiesenmüller entthrohnten 2018er Bratwurstkönigs Stephan Jamm schließt man schnell ins Herz. So bleibt eine zentrale Regel bestehen: Eigentlicher Sieger beim Bratwurstgipfel ist das Publikum. 

hvd hvd

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