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Brigittenheim: Fünf Zimmer sind gesperrt

Landratsamt sieht Brandschutz-Probleme — Nicht alle Anfragen auf Heimplätze können bedient werden - 01.12.2013 14:46 Uhr

Wegen Brandschutzproblem hat das Landratsamt Bayreuth fünf Zimmer im Pegnitzer Brigittenheim dicht gemacht. Dekan muss deshalb Interessenten auf Heimplätze vertrösten. © Lenk/Archiv


Offiziell habe man momentan deshalb nur noch 132 Pflegeplätze, so Heimleiterin Anke Schellermann jetzt bei der Jahresversammlung des zentralen Diakonievereins in Creußen. „Das ist natürlich besonders ein Problem bei Notfällen“, so Schellermann auf NN-Nachfrage, zumal das Haus im vergangenen Jahr sowieso schon voll belegt war und eine Warteliste existiert.

Zuvor hatte schon der Vorsitzende des Diakonievereins, Dekan Gerhard Schoenauer die Mitglieder informiert, dass bei einer Ortsbegehung mit Landratsamt und Feuerwehr festgestellt wurde, dass die Brandschutzmaßnahmen im Brigittenheim teilweise unzureichend seien und vieles nachgerüstet werden müsse. „Das bedeutet einen immensen finanziellen Aufwand“, so der Dekan. Neben der Installierung von Brandschutztüren und Rauchmeldern wird auch ein zweiter Rettungsweg gefordert. Zudem soll für die Feuerwehr ein Weg auf dem Dach eingerichtet werden.

Aber auch andere Instandsetzungsmaßnahmen muss der Diakonieverein im nächsten Jahr schultern, da das Brigittenheim in die Jahre kommt, so Schoenauer weiter. Neue Stühle, Waschmaschine und Fußböden listete er unter anderem auf. Insgesamt rechnet er mit Investitionen in Höhe von rund 400000 Euro. „Gut, dass wir dafür etwas in den vergangenen Jahren zurücklegen konnten, um all diese Anschaffungen bewältigen zu können“, sagte er.

Schoenauer war erfreut, dass sowohl das Brigittenheim, als auch die Diakoniestationen in Pegnitz und Creußen erneut mit sehr guten Noten durch den Medizinischen Dienst bewertet worden seien. Aber er nannte es „furchtbar“, dass man die vielen Anfragen, die man habe, nicht alle bedienen könne. Auch beim Essen auf Rädern – 60 bis 70 Portionen werden täglich ausgefahren – stoße man an die Grenzen. „Mehr gibt die Infrastruktur nicht her, da bräuchten wir eine neue Küche“, fasste der Vorsitzende zusammen.

 

FRAUKE ENGELBRECHT

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