Samstag, 27.02.2021

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Bromgasunfall in Hollfeld: Haftungsfrage offen

Wer Einsatz an Gesamtschule zahlt, ist momentan noch unklar - 29.03.2017 17:48 Uhr

Zahlreiche Einsatzkräfte halfen in Hollfeld.

29.03.2017 © News5/Holzheimer


Auf Nachfrage der Nordbayerischen Nachrichten gab Carolin Rausch vom Kreisfeuerwehrverband Bayreuth an, dass ungefähr 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus den Landkreisen Bayreuth und Bamberg sowie der Stadt Bayreuth vor Ort waren. Zudem wurden zirka 50 Einsatzkräfte des BRK, zwei vom THW sowie acht Polizeikräfte zu dem Unfall gerufen. Aufgrund des gefährlichen Gases mussten die Einsatzkräfte besondere Chemieschutzanzüge tragen.

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Trotz der hohen Zahl an beteiligten Personen wurden nur zehn Einweganzüge aus dem Lager verbraucht. "Die Anzüge werden ersetzt. Je nach Lieferant kann die Lieferzeit variieren, es entsteht dadurch aber keine Lücke in der Chemieschutzausrüstung", sagt Rausch.

Technische Geräte seien aufgrund von Kontamination nicht ersetzt worden, wodurch keine zusätzlichen Kosten entstanden.Wer für den Einsatz aufkommen muss, ist bisher noch nicht bekannt. "Es ist eine Frage der Haftung, die erst noch geklärt werden muss. Da je nach Feuerwehr und Einsatzart die Stadt oder der Kreisverband zuständig ist", so Karin Barwisch, Bürgermeisterin von Hollfeld. Ebenso sei noch keine Rechnung erstellt worden, wodurch noch keine Übersicht möglich sei. Barwisch sagt, dass die Gesamtkosten nicht im sechsstelligen Bereich liegen werden. "Bis alle Rechnungen vorliegen, kann das noch länger dauern", sagt sie.

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