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Montag, 24.06.2019

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Brücke "ist keine Luxusausführung"

Wanderer, Radfahrer und Anwohner sind auf die marode Pegnitzbrücke bei Finstermühle angewiesen - Nun soll ein Neubau kommen - 26.04.2019 22:31 Uhr

Die Fußgängerbrücke bei Finstermühle war schon im Vorjahr wegen der schlimmen Rostschäden notgesichert worden. Nun wurde vom Gemeinderat einstimmig der Auftrag für eine neue Brücke erteilt.


"Das ist keine Luxusausführung", betonte der Neuhauser Bürgermeister Josef Springer (CSU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Teuer komme beim Brückenbau vor allem die große Spannweite, die entsprechend aufwändige Widerlager erfordere.

Einen Mittelpfeiler hat das Wasserwirtschaftsamt mit Rücksicht auf mögliches Hochwasser der Pegnitz abgelehnt. Kostenintensiv sind auch die Anfahrt und die Baustelleneinrichtung. Wegen des Feuchtbiotops auf Neuhauser Seite müssen alle Baumaschinen und das Material über Finstermühle zur Baustelle transportiert werden.

In der Ortschaft werden womöglich Zäune versetzt werden müssen, um Platz für die Baumaßnahme zu haben, warnte Planer Norbert Winter. Was den Preis ebenfalls hochtreibe, sei die aktuelle Auftragslage in der gut ausgelasteten Baubranche. Dass der günstigste Bieter, der gut 116 000 Euro über dem ursprünglich vom Ingenieurbüro kalkulierten Betrag liegt, kein "Ausreißer" ist, zeige die Tatsache, dass alle drei Anbieter ähnliche Endpreise genannt hätten, so Norbert Winter.

Die neue Brücke bei Finstermühle solle wie ihre Vorgängerin wieder rund 100 Jahre halten, betonte Rathauschef Springer und sagte vorher: "Sie überdauert uns alle." Dafür müsse man jetzt das Geld in die Hand nehmen, waren sich die Räte quer durch alle Fraktionen einig.

Die Verwaltung hat bei Verhandlungen mit der Regierung von Mittelfranken erreicht, dass die neue Brücke wegen des nahe gelegenen Biotops zu 50 Prozent aus dem Naturparktopf gefördert wird. Somit muss die Marktgemeinde nur die Hälfte der Vergabesumme von 501 127,18 Euro leisten. 10 000 Euro spart sich die Kommune für die Beschilderung ein, die in Eigenleistung vom Bauhof vorgenommen werden soll.

Die neue Brücke wird zwei Meter breit und bekommt an beiden Seiten eine behindertengerechte Rampe.

Mehrfach wurde im Marktrat der Wunsch geäußert, dass das kostenintensive Bauwerk gut gepflegt werden solle. Auch sei wichtig, dass tatsächlich nur Wanderer und Radfahrer über das Bauwerk fahren. Der Auftrag zum Neubau der Brücke wurde einstimmig an eine Firma aus Hiltersdorf vergeben. 

VON BRIGITTE GRÜNER

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