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Buchauer Kindergarten: Erste Bauphase abgeschlossen

Am Ende der Woche soll ein weiterer Bauabschnitt fertiggestellt werden - 15.04.2021 13:55 Uhr

Mit Hochdruck arbeiten die beauftragten Handwerker bei der Sanierung des Buchauer Kindergartens. Im Bild die Vorbereitungsarbeiten für den Balkonbau.

14.04.2021 © Foto: Klaus Trenz


Für rund 2,2 Millionen Euro wird der Kindergarten in Buchau saniert. Am Ende dieser Woche soll ein weiterer Bauabschnitt fertiggestellt werden und damit abermals ein kleiner Umzug einhergehen. So wird der Kindergarten vom Erdgeschoss in den erneuerten ersten Stock umziehen. Die Arbeiten liegen damit noch gut in der Zeit, sind sich alle Beteiligten sicher.

Mit den Arbeiten am ersten Stock sei man nun in den letzten Zügen, erklärt der Architekt des Projekts, Markus Geppert. Die Bauarbeiter gingen ein und aus, stiegen auf dem angebrachten Baugerüst entlang und hämmerten und bohrten von früh bis spät, damit die Grundsanierung des Kindergartens stetig voranschreitet.

"Wenn alles gut geht, dann kann ab Ende der Woche umgezogen werden. Die Kinder aus dem Erdgeschoss ziehen dann nach oben." Man sei mit dem Zeitplan zwar etwas drüber, jedoch ist der Abschluss der kompletten Arbeiten so oder so auf das Ende des Jahres gelegt worden. Dies sei realistisch. Das zeitliche "Hinterherhinken" sei der aktuellen Situation geschuldet. "Die Firmen, die bei so einem Projekt mitwirken, sind alle ausgelastet."

Obergeschoss fast fertig

Die Arbeiten begannen zunächst ganz oben – beim Dach. Nun müsse nur noch der Fluchtbalkon angebracht werden und eine Baureinigung stattfinden. Der erste Stock sei damit eigentlich bezugsbereit. "Die Leitungen, Türen, Böden und Fenster, das ist alles neu gemacht worden." So sei zwar noch nichts Genaues abgesprochen worden, doch einen Umzug könne man sich für kommende Woche bereits vorstellen. Dann gingen die Arbeiten im Erdgeschoss los. Wenn alles nach Plan verlaufe, dann werde man gegen Ende des Jahres fertig sein.

Darauf wartet man auch geduldig in der Notunterkunft im Kleinen Johannes, denn dort sind seit dem vergangenen Jahr die Kinder und das Team rund um Leiterin Cornelia Hofmann untergebracht. "Der Stadt sind wir dankbar für die Notunterkunft. Wir haben hier einen Platz gefunden, wo wir die Kinder ordentlich betreuen können. Wir warten weiterhin und freuen uns auf die neue Einrichtung", sagt Hofmann.

Das Thema rund um die Betreuung von Krippenkindern in der Kinderstube im Kleinen Johannes sei durch, bestätigen die Leiterin Hofmann, Harald Büttner von der Verwaltung und Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. "Da haben wir alles versucht, was möglich ist, und nach einer Lösung gesucht. Doch die Notunterkunft wäre nie barrierefrei geworden", erklärt Nierhoff. Der Aussage stimmt Cornelia Hofmann zu.

"Die Krippenkinder können auf keinen Fall zu uns. Die Eltern können vielleicht die Kinder bringen, aber für den täglichen Ablauf ist der Treppenteil zwischen Aufzug und zweitem Stock nicht geeignet", meint Hofmann.

Aufzug nur für Lasten

Eine Genehmigung sei im Prinzip unmöglich, führt Büttner weiter aus. Da es sich beim Aufzug um einen Lastenaufzug in dem Gebäude handle, gebe es keine Erlaubnis, dass dieser für den Transport von Personen genutzt werden darf.

Büttner weiter: "Selbst wenn der Aufzug zur Benutzung zur Verfügung stehen würde, dann dürfte der ja bei einem Brand nicht genutzt werden. Eine Flucht mit allen Kindern, die getragen werden müssten, wäre damit unmöglich."

Keine Mitsprache

Nun könne nur abgewartet werden, bis das Erdgeschoss fertig sei. "Wir sind geduldig und können an der Situation nichts ändern. Sobald alles fertig ist, werden wir wieder zurück nach Buchau umziehen", betont Hofmann. Die Erzieherin stellt weiter klar, dass sie in den Ablauf des Prozesses nicht einbezogen seien und damit keine Handhabe hätten, was passiere und vor allem: in welcher Geschwindigkeit.

Die Gespräche rund um das umstrittene Thema "Altes Schloß" und die Unterbringung der Notgruppen kann die Leiterin nur teilweise nachvollziehen. So kann sie zwar die Eltern verstehen, wenn viele im August in den Betriebsferien sind, dass nun ein Monat fehlen werde. Trotzdem müsse erkannt werden, dass es in Pegnitz schon immer eine besondere Situation gewesen sei. "Wir hatten immer Probleme, alle unterzukriegen und dieses Jahr werden wir nicht drum herumkommen, im September eine Mischgruppe aufzubauen. Aber auch dafür können wir nichts."

In Buchau sei für Dienstag nun eine Sicherheitsbegehung geplant. Dabei werde im ersten Stock geprüft, ob die Sanierung den Ansprüchen entspricht. In den kommenden Tagen beginnt der Rückbau des Erdgeschosses, teilt Büttner mit.

Und weiter: "Da kommt eine Fachkraft vom Träger, also von der evangelischen Kirche. Das große Ziel ist, alles bis Ende des Jahres zu schaffen. Dass wir bis September fertig werden, das funktioniert leider nicht mehr. Spätestens im Dezember sollten alle wieder dort sein, wo sie hingehören."

MARTIN BURGER

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