Mittwoch, 27.01.2021

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Büchenbach trauert um den Missionar Pater Edwin

Benediktiner war viele Jahre lang in Tansania tätig - In Münsterschwarzach beerdigt - 03.08.2016 15:35 Uhr

Pater Edwin Lindner starb am 29. Juli 2016 im Alter von 73 Jahren in Münsterschwarzach.

03.08.2016 © nn


Pater Edwin wurde 1943 in Büchenbach geboren. Später war er Schüler der Gymnasien und Seminare der Benediktiner in Münsterschwarzach und Würzburg. 1963 trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein. Durch die feierliche Profess am 17. Dezember 1967 schloss er sich auf Lebenszeit dem Kloster an. Weihbischof Alfons Kempf von Würzburg weihte ihn 1969 zum Priester.

In Münsterschwarzach war er mit viel Begeisterung in der Erziehung der Jugend eingesetzt, als Präfekt und Regens im Internat St. Maurus. Von 1991 bis 2007 war er mit Eifer und Freude als Missionar in der Abtei Peramiho in Tansania tätig.

Bei dieser Arbeit wurde der Missionar immer wieder von seinen Landsleuten und den Lesern der Nordbayerischen Nachrichten unterstützt. So schrieb er im Jahr 2003: „Ich danke den Lesern der Nordbayerischen Nachrichten, die gespendet haben. Ich danke aber auch meinen Büchenbacher Landsleuten, die mich während meines Heimaturlaubs wieder hervorragend unterstützt haben. Unsere Mission hat wieder viel Geld bekommen. Damit können wir Menschen in Tansania helfen.“

Pater Edwin Lindner aus Büchenbach war damals begeistert, als ihm Hans Jörg Nagel als Vorsitzender des Vereins „Hilfe für die Dritte Welt“ den stolzen Betrag von 2000 Euro überreichen konnte. Die Summe setzte sich aus Spenden der Bevölkerung zusammen, hinzu kam noch der Zuschuss des Vereins in Höhe von gut 1000 Euro.

Fest stand damals, dass das Geld ohne einen Cent Abzug zweckgebunden für den Bau von Wasserzisternen eingesetzt wird. Über das Kloster Münsterschwarzach ging das Geld ohne Abzug nach Tansania, wo der Versuch gestartet wurde, durch Speicherung von Wasser das Nomadenvolk der Massai sesshaft zu machen.

Während ihrer langen Tätigkeit haben der Pater und die Missionarin Schwester Karin dort einiges erreicht. Von manchem Kirchendach aus Wellblech fließt inzwischen das Wasser in Zisternen. So kann die lange Trockenperiode besser überbrückt werden.

Bei der Überreichung des Geldbetrages machte der Geistliche anlässlich seines 60. Geburtstages deutlich, dass seine und die Arbeit seiner Mitstreiter nur dann Erfolg haben, wenn man den Menschen in Tansania zeigen könne, dass die Bürger in Deutschland interessiert Anteil am Leben der Afrikaner nehmen und diesen in der Not auch mit finanzieller Hilfe beistehen.

Seine letzte Ruhestätte fand der Büchenbacher jetzt im Klosterfriedhof von Münsterschwarzach.

rr/vz

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