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Bundestagswahl 2021: Susanne Witt ist ÖDP-Direktkandidatin

Die Diplom-Volkswirtin wurde von den ÖDP-Kreisverbänden Amberg-Sulzbach und Neumarkt nominiert - 10.02.2021 10:02 Uhr

Susanne Witt will für die ÖDP in den Bundestag.

09.02.2021 © Foto: L. Gräfenhahn/ÖDP


Witt ist verheiratet, hat zwei Töchter und viele Jahre als Personalreferentin in großen Firmen gearbeitet. Außerdem hat sie sich als Elternbeirätin engagiert und sich dabei für die Verbesserung der Schulwegsicherheit und den Einsatz von Sozialarbeitern auch an Schulen eingesetzt.

Politisch steht Witt für Klimaschutz, für die Interessen von Kindern und Familien und für fairen Handel. Nur Länder, die ökologische und soziale Mindeststandards verbindlich vertraglich anerkennen und sich verpflichten, diese Standards einzuhalten und zu verbessern, sollten nach ihrer Meinung künftig von der EU als bevorzugte Partner im Welthandel anerkannt werden.

Kein Wachstum um jeden Preis

Als gelernte Volkswirtin steht sie auch dem Wachstum um jeden Preis kritisch gegenüber. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes dürfe nicht mehr Ziel aller Wirtschaftspolitik sein. In einer ehrlichen Gesamtrechnung müsse auch die ökologische Stabilität und das soziale Gemeinwohl bewertet werden.

Der Erfolg einer Volkswirtschaft müsse künftig daran gemessen werden, ob sie sich mit den natürlichen Kreisläufen im Einklang befinde und ob sie sich am sozialen Gemeinwohl ausrichte. Ein ständiges Wachstum der Mengen und Verbräuche sei weder erstrebenswert noch möglich.

Die Kandidatin kritisierte auch die Grünen. Deren Konzept eines "Green New Deal" gaukle den Wählern vor, dass die Wohlstandsgesellschaft weitgehend ohne Konsumreduzierung fortgesetzt werden und trotzdem nachhaltig sein könne. Das sei schlicht "Blödsinn", so Susanne Witt. Am Programm der Grünen störe sie auch, dass dieses für Betreuung der Kinder ab der Geburt in öffentlichen Einrichtungen eintrete und keinerlei Sympathien für traditionelle Familienstrukturen hege. Die Grünen lehnten deshalb auch die finanzielle Anerkennung von Elternarbeit ab.

Gehalt für familiäre Sorgearbeit

Die ÖDP wolle dagegen eine bindungsfreundliche Betreuung der Kinder und kämpfe für volle Anerkennung der Familienleistungen durch ein Gehalt für familiäre Sorgearbeit.

Nach der Nominierung der Bundestagskandidatin wählte die Mitgliederversammlung der ÖDP-Kreisverbände Delegierte für die Vertreterversammlung zur Aufstellung der Landesliste Bayern zur Bundestagswahl. Als Delegierte gewählt wurden Alexander Dehnert und Klaus Mrasek aus Amberg und Claudia und Christoph Zollbrecht aus dem Landkreis.

nn

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