Samstag, 18.01.2020

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Bürgerversammlung Hartenstein: Enzendorfer Steg braucht Pflege

Hartensteiner Gemeinderat befasste sich mit Ideen aus den Bürgerversammlungen und traf einstimmige Entscheidungen. - 18.12.2019 11:55 Uhr

Der Steg über die Pegnitz in Enzendorf ist in einem marodem Zustand: Die Holzteile der Überquerungshilfe sind teils bereits angefault und bemoost. Bürger regten an, den Steg zu erhalten. Eine anonyme Befragung soll klären, wie groß der Rückhalt dafür ist. © Foto: Siegfried Fuchs


Als Gemeindewahlleiterin für die Kommunalwahl 2020 wurde Xenia Küster bestimmt, ihr Vertreter ist Bernhard Vizethum. Für die Hortgruppe des Hauses für Kinder werden altersgerechte Stühle und Tische beschafft. Einschließlich einer Ergänzung der Kücheneinrichtung der alten Hortgruppe beläuft sich der Auftrag auf rund 5800 Euro.

Kreistag muss zustimmen

Bei einer formlosen Voranfrage ging es um den Bau eines Bürotrakts neben dem Anwesen Lungsdorf 15. Weil die Fläche im Landschaftsschutzgebiet liegt, bedarf die Herausnahme der Zustimmung des Kreistags, was aus Sicht des Bürgermeisters unproblematisch sein dürfte. Der Antrag wurde deshalb ans Landratsamt weitergeleitet. Verabschiedet wurde auch die Aufstellung einer Ergänzungssatzung für Grünreuth. Hier ist am Ortsrand der Neubau eines Einfamilienhauses geplant.

Die vier Bürgerversammlungen in Enzendorf, Grünreuth, Engenthal und Hartenstein seien durchwegs gut besucht gewesen, resümierte Wolter. Die Bürger hätten viele gute Hinweise und sinnvolle Anregungen gegeben. Die Stellungnahmen von Bürgermeister und Verwaltung zu den Wortmeldungen hatte Verwaltungsangestellter Bernhard Vizethum zusammengefasst. Mehrmals angesprochen worden war die geänderte Führung der Buslinie 440, seit der die Haltestellen in Lungsdorf und Enzendorf nicht mehr angefahren werden und auch die Strecke zwischen Hartenstein, Velden und Neuhaus nicht mehr bedient wird.

Wegen der Bauarbeiten an den Eisenbahnbrücken sowie an der Staatsstraße könne das Busunternehmen einen geordneten Fahrplan nicht mehr gewährleisten und habe daher die Umleitung über Großmeinfeld und Artelshofen beantragt, so der Bürgermeister. Wegen der dadurch nicht gesicherten Schülerbeförderung, etwa aus Enzendorf, in die weiterführenden Schulen nach Hersbruck, könne die Gemeinde leider nicht "intervenieren".

Mehrere Enzendorfer sprachen sich indes für den Erhalt des maroden Holzstegs über die Pegnitz aus. Die Laufbretter und die beidseitigen hölzernen Geländer sind zum Teil bereits morsch und bemoost, sodass die Kommune aufgrund ihrer Sicherungspflicht das Bauwerk von Grund auf sanieren muss. Wolter schlug eine anonyme Bürgerbefragung vor, so könnten die Enzendorfer selbst über den Erhalt entscheiden.

Wenn man die Wassergräben an der Ortsverbindungsstraße Grünreuth nach Engenthal zumindest in den Kurven in Rohre verlegen würde, so eine zunächst gut klingende Anregung aus einer Versammlung, würde dort die Fahrbahn breiter werden. Weil diese Durchlässe aber vor allem im Waldbereich wohl schnell durch Laub, Äste und Zweige verstopft und damit schwer zu reinigen seien, werde ein derartiger Umbau wohl nicht genehmigt, befanden die Räte.

Die Kommune solle sich ferner um das wilde Parken an der Grünreuther Kläranlage kümmern, wo Wanderer ihre Fahrzeuge abstellten, forderten mehrere Anlieger. Die Beiträge für die heuer fertiggestellte Anlage werden derweil erst nach der abschließenden Kostenkalkulation erhoben; ob einmalig oder in Raten, sei noch offen, so der Rathauschef.

Auch verschiedene Verkehrsprobleme kamen zur Sprache. So wurde Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt Engenthal – aus Richtung Grünreuth kommend – gefordert. Dort wird zunächst zur Überprüfung das kommunale Geschwindigkeitsmessgerät eingesetzt. Die Aufstellung eines Verkehrsspiegels an der Abbiegung der LAU 11 in die Pegnitztalstraße in Rupprechtstegen ist Sache des staatlichen Straßenbauamts.

Hingewiesen wurde auch auf die Parksituation am Kulinario. Dort seien die Parkplätze immer belegt. Das eigentliche Problem seien die Dauerparker, meinte Wolter, wofür eine Lösung gesucht werden müsse. Geparkt werden könne auch entlang der Straße Richtung Ortsausgang.

Gegen Ende wies der Bürgermeister darauf hin, dass Hecken-Einfriedungen an Grundstücksgrenzen nur eine Höhe von zwei Metern haben dürfen. Der Besitzer einer fünf Meter hohen Thuja-Hecke werde deshalb zum Rückschnitt aufgefordert.

Neues Baugebiet?

Ein Gasanschluss für Anwesen am Hartensteiner Pfarranger sei in der Vergangenheit bereits geprüft worden, wegen der hohen Anschlusskosten für die Verbraucher jedoch unwirtschaftlich. Zu guter Letzt teilte Werner Wolter mit, dass in der Straße "Am Weinberg" noch drei Bauplätze zum Verkauf stünden. Die Gemeinde prüfe derzeit, ob und wo sie ein neues Baugebiet ausweisen könne.

SIEGFRIED FUCHS

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