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Chaos durch Geröllflut im Krottenseer Winkel

Brühe floss bei Wolkenbruch am Samstag bei einer Familie bis in den Wohnbereich - 30.07.2018 12:26 Uhr

Mit Brettern und Pflöcken errichteten die Helfer in Krottensee eine Schutzwand. © Foto: Feuerwehr Neuhaus/Pegnitz


Das Unwetter, das über den nördlichen Landkreis Nürnberger Land gezogen war, dauerte zwar nur kurz, reichte aber, um eine Schlamm- und Geröllflut auszulösen, die sich in den Straßenzug ergoss. Die Feuerwehren Krottensee und Neuhaus/Pegnitz waren daraufhin mehrere Stunden im Einsatz. Am Ärgsten hat es eine Familie am Fuß des Grottenberges getroffen. Durch den Starkregen – Augenzeugen sprachen von bis zu 17 Litern pro Quadratmeter – wurde von einem abgeernteten und umgepflügten Feld Erdreich und Geröll hinab gespült. Es überschwemmte das Grundstück sowie die Ringstraße.

Wand gezimmert

In einem Lichtschacht sammelte sich die Brühe und drückte von dort schließlich durchs Fenster. Dadurch wurde auch der Innenbereich des Hauses in Mitleidenschaft gezogen. Mit Tragkraftspritze und Tauchpumpe wurde der Lichtschacht und die Wasseransammlungen um das Haus von den Einsatzkräften trockengelegt.

Da von weiteren Regenfällen ausgegangen werden musste, zimmerten die beiden Feuerwehren mit Unterstützung eines örtlichen Bauunternehmers mit Brettern und Pflöcken eine Gleit- und Schutzwand.

Zusätzlich wurden über 60 Sandsäcke verbaut. Bei dem über zwei Stunden dauernden Einsatz säuberten die Feuerwehrler außerdem die Straße und die Wasserabläufe. Die glimpflicher betroffenen Nachbarn der Familie konnten indes ihre Anwesen in Eigenregie von Schlamm und Geröll reinigen.  

nn

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