Sonntag, 16.05.2021

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Creußener kochte beim "Perfekten Dinner" mit

Mathias Schaettgen berichtet über seine Erfahrungen beim "Perfekten Dinner" von Vox - 07.12.2020 06:55 Uhr

Musste viel Häme in den sozialen Medien einstecken: Gastgeber Mathias Schaettgen aus Creußen.

06.12.2020 © Foto: TVNow


Dass er der erste Gastgeber der Dinner-Woche war, sieht der 49-Jährige im Nachhinein sowohl als Vor- als auch als Nachteil: "Ich konnte am Sonntag natürlich schon ein bisschen was vorbereiten. Allerdings hat man an Tag eins auch keine Ahnung, wer zum Essen kommt", sagt der gebürtige Schwarzwälder, der seit zirka 15 Jahren in Creußen wohnt. Also hatte sich der Hobbykoch auf fast alle Eventualitäten eingestellt und auch eine vegetarische Variante vorbereitet.

"Pflegeleichte "Gäste

Im Endeffekt hätten sich seine Gäste dann aber als pflegeleicht erwiesen. Und nicht nur das: "Ab der zweiten Minute war klar, dass sich die vier Mädels und ich super verstehen", berichtet der Tournee- und Konzertveranstalter. Die "vier Mädels" sind Nicole Martin (aus Trebgast), Ilona Hascher (Kupferberg), Vivien Walther (Bayreuth) und Anja Kramer (Thurnau). Sein Menü hat sich Schaettgen selbst ausgedacht, keine Rezepte aus dem Internet oder aus Kochbüchern verwendet.

Seine drei Gänge waren nicht nur selbst kreiert, sondern auch kreativ benannt. Das geschmorte Lamm, das er als Hauptspeise servierte, beispielsweise als "Geröstetes Standbein vom Pullovertier". Am Ende seines Kochabends bekommt der Creußener 28 von 40 möglichen Punkten. Enttäuscht ist er deswegen nicht. Die Teilnahme war ihm wichtig, nicht das Gewinnen, sagt er im Gespräch mit der Redaktion. Die Woche sei eine spannende Erfahrung gewesen.

Harsche Kritik

Aber eine mit einer kleinen Schattenseite: der öffentlichen Kritik in den sozialen Medien. "Mein Auftritt ist sehr kritisiert worden. Das muss einem aber auch klar sein, wenn man an so einem Format teilnimmt", sagt der Hobbykoch. Er habe einfach sein Ding gemacht, sich natürlich gegeben und nicht geschauspielert. Auch wenn dann nicht alles im Zusammenschnitt der Dinner-Abende so bei den Zuschauern ankomme, wie es wirklich gewesen sei.

"Manchmal kommen wir fast nörgelig rüber", findet der Creußener. Dabei sei die Stimmung immer richtig gut gewesen. Die Bewerbung für die Fernsehsendung hat Schaettgen mehr oder weniger seiner Frau zu verdanken: "Sie kocht eigentlich viel besser als ich. Wollte aber nicht teilnehmen. Also hab’ ich mitgemacht."

Mehrmals zum Coronatest

Der Dreh Anfang Oktober in Bayreuth war einer der ersten seit Corona, der ohne riesige Abstände an den Tischen und Plexiglasscheiben zwischen den Kandidaten ausgekommen ist. Vox habe sein Corona-Konzept überarbeitet, berichtet Schaettgen. Das hieß für die Hobbyköche, sich mehrmals auf Corona testen zu lassen. Ein Test vor Beginn und drei weitere im Laufe der Woche. "Es war schön, dass das so unter fast normalen Umständen ablaufen konnte", sagt der 49-Jährige.

Ein bisschen hat das Virus dann aber doch die Pläne von Schaettgen durchkreuzt: Er wollte eigentlich eine Party zur Ausstrahlung seiner Folge am vergangenen Montag schmeißen. Das sei jetzt doch nur im engsten Kreis möglich gewesen. Auch die Gruppe wollte sich wieder treffen, Kontakt bestehe noch. Schließlich muss ja auch die Dinner-Siegerin Ilona Hascher, die mit 37 Punkten gewonnen hat, noch einmal gefeiert werden.

LENA BUCKREUS

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