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Mittwoch, 18.09.2019

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Damm fängt Wasser aus ehemaligem Bergwerk ab

Der Erweinstollen des "Kleinen Johannes" in Pegnitz soll in zwei Wochen trocken sein - 22.08.2019 10:55 Uhr

Die Sanierungsarbeiten am Erweinstollen gehen voran. In zwei Wochen soll der Schaustollen im vorderen Bereich trockengelegt sein. © Foto: Klaus Trenz


"Unser Ziel ist es, die geordnete Grubenwasserableitung wieder herzustellen", erklärt Hoffmann. Um das zu erreichen, baut man einen massiven und großen Druckdamm aus Beton ein, der den Querschnitt des Stollens auf einer Länge von fünf Metern ausfüllt.

Dieser Damm soll nicht nur das zurzeit ganz seichte, glasklare Wasser abfangen, sondern auch zum Beispiel bei starkem Regen größere Mengen Wasser auffangen und kontrolliert ableiten.

Der damalige Bergbautreibende, vertreten durch die beauftragten Fachplaner, geht also auf Nummer sicher. Die erste Lage des Damms, durch den Leitungen verlegt wurden, sei bereits gegossen, sagt Hoffmann. Mehr als die Hälfte der Stollenhöhe sei schon betoniert. Das abgefangene Wasser wird in die Kanalisation eingeleitet.

Die Leitungen seien so gelegt, dass sie einem Röhrensiphon unter dem Waschbecken im Bad gleichen. Das soll bewirken, dass auch das Kohlendioxid, das einem Grubenfeld und auch beim Erweinstollen entweicht, zurückgehalten wird und nicht mehr gefährlich ist. Wie bei einem Siphon steht in den Biegungen der Leitungen immer Wasser, welche das Sauerstoff verdrängende Kohlendioxid nicht durchdringen kann.

Anfang des vergangenen Jahres stand in dem sonst trockenen Stolleneingang plötzlich das Wasser bis zu zehn Zentimeter hoch. Über Jahrzehnte hinweg war es im tieferliegenden Südteil des Bergwerks natürlich versickert.

Der Bergknappenverein, der den Stollen mit Exponaten aus dem Bergbau bestückt, konnte keine Führungen mehr durchführen. Man stand vor einem Rätsel, woher auf einmal das Wasser kam. Die Bergbau Goslar GmbH als Eigentümer des Bergwerks gab zunächst Nachforschungen durch eine Spezialfirma aus der Bergbaubranche in Auftrag. Der Rechtsnachfolger des Pegnitzer Bergwerks geht davon aus, dass Veränderungen im Grubengebäude die Ursache für den veränderten Ausfluss des Wassers verantwortlich seien.

Das habe wohl dazu geführt, dass sich das Grubenwasser aufstaut und über den Erweinstollen verstärkt ausläuft: Das Wasser hat sich schließlich einen neuen Weg gesucht, weil der bisherige Abfluss offenbar dicht geworden ist. 

Klaus Trenz

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