Sonntag, 08.12.2019

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Dank ZF: Neue Schulen und Fahrräder für Schulweg

Gemeinnütziger Verein sammelte seit seiner Gründung über zwölf Millionen Euro an Spenden - 27.11.2019 18:50 Uhr

Symbolbild © Patrick Seeger/Archiv (dpa)


Dabei fließen alle Erträge zu 100 Prozent in verschiedene Hilfs- und Bildungsprojekte des Vereins. Die Verwaltungskosten trägt die Firma. Das Konzept stößt auf großen Anklang: Seit seiner Gründung konnte "ZF hilft" über 12 Millionen Euro an Spendengeldern sammeln.

Die bisher größte Spendenaktion in der Vereinsgeschichte initiierte "ZF hilft" anlässlich des 100-jährigen Jubiläums vom Konzern 2015. Unter dem Titel "100 Jahre — 100 Schulen" startete der Verein den Auf- und Ausbau von 100 Bildungsstätten in Armutsregionen weltweit.

Das Projekt setzte sich aus drei Säulen zusammen: Da plante der Verein in Zusammenarbeit mit der "Stiftung Unesco – Bildung für Kinder in Not" den Neubau von 30 Schulen in den Slums von Bangladesch, Indien und Sierra Leone. Gemeinsam organisierten die langjährigen Partnerorganisationen auch Schulungen für junge Lehrer und bessere Unterrichtsmaterialien für 70 Bildungseinrichtungen in China, Mexiko, Nepal, Peru sowie den Philippinen.

In einem dritten Teilprojekt kooperierte "ZF hilft" mit der internationalen Hilfsorganisation "World Bicycle Relief", um Schüler in 100 Gemeinden in Sambia und Südafrika mit Fahrrädern zu versorgen. Im Fokus stand hier die Verbesserung der Mobilität, denn gerade in abgelegenen Dörfern sind zweistündige Fußmärsche als Schulweg keine Seltenheit.

Wenn "100 Jahre — 100 Schulen" Ende Dezember nach knapp vier Jahren Laufzeit endet, hat die Aktion ihr ursprüngliches Ziel weit übertroffen: Anstatt der ursprünglich geplanten 30 wurden insgesamt 85 Schulen neu errichtet oder modernisiert. Mehr als 17 000 Kinder an bereits bestehenden Schulen profitieren von besseren Ausbildungsbedingungen.

Zusätzlich zu verschiedenen laufenden Aktivitäten organisiert der Verein jedes Jahr eine Spendenaktion, bei der die Mitarbeiter an den deutschen ZF-Standorten ihre Überstunden oder Teile ihres Gehalts für einen konkret ausgewählten wohltätigen Zweck abgeben können.

"Der Erfolg zeigt, wie sehr unseren Mitarbeitern humanitäre Themen am Herzen liegen", erklärt Betriebsratschef Achim Dietrich, zweiter Vorsitzender des Vereins. "Daher ist es uns wichtig, ihnen mit dem Verein einen einfachen und unkomplizierten Weg zu bieten, um diese Solidarität mit notleidenden Menschen auf der ganzen Welt zum Ausdruck zu bringen."

Auch ZF-Kunden spenden regelmäßig

Im kommenden Jahr richtet "ZF hilft" das Augenmerk nun auf humanitäre Krisen, die von der Öffentlichkeit größtenteils übersehen werden: Denn auch wenn 130 Millionen Menschen weltweit jedes Jahr Opfer von Konflikten und Katastrophen sind, schaffen viele dieser Vorfälle es gar nicht ins öffentliche Bewusstsein.

Für die Betroffenen hat das dramatische Folgen. Denn ohne öffentliche Aufmerksamkeit fehlen oft auch die Ressourcen für Hilfsaktionen. In ihrer Studie "Suffering in Silence" rückt die internationale Hilfsorganisation "Care" daher jedes Jahr zehn Krisen in den Mittelpunkt, die keine Schlagzeilen machen, obwohl jeweils über eine Million Menschen betroffen ist. Mit seiner aktuellen Spendenaktion unterstützt "ZF hilft" Projekte in diesen Gebieten und setzt so ein Zeichen gegen das Leiden im Stillen.

nn

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