Freitag, 16.04.2021

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Das ehemalige Café Sachs hat einen neuen Besitzer

Der neue Besitzer Andre Freund ist gerade dabei, das Gebäude zu renovieren - 06.04.2021 16:25 Uhr

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit wird das Gebäude an der Hauptstraße saniert. Schutt und Container zeugen von den Arbeiten. Genaue Pläne über die Zukunft des Gebäudes will der neue Besitzer noch nicht verraten.

06.04.2021 © Foto: Ralf Münch


Wegen der Pandemie habe er erst später als geplant öffnen können und dann "dauernd" geschlossen gehabt. Staatliche Corona-Hilfen habe er zwar beantragt, aber nach eigener Auskunft keine Rückmeldung erhalten. Dennoch sei er froh, dass er relativ schnell einen Käufer für das Gebäude an der Hauptstraße gefunden hat. "Das war Glückssache", kommentiert er.

Der neue Besitzer Andre Freund ist gerade dabei, das Gebäude bis auf die Grundmauern zu renovieren. Bauschutt-Container und Sperrmüll vor dem Haus zeugen von der Arbeit. "Kabel, Heizung, alles wird neu gemacht", weiß Zyta. Freund selbst möchte sich erst in ein paar Monaten detailliert zur Zukunft des Gebäudes äußern, weil noch nicht alles in trockenen Tüchern sei. Vorrangig möchte er zwei der drei Wohnungen fertigstellen. Danach wolle er sich um die Räume im Erdgeschoss kümmern. Am liebsten würde er dort wieder ein Café ansiedeln. Gerüchte, dass in den Räumen ein Tattoo-Studio einziehen soll, weißt er ab.

Georg Zyta hatte das etwa 600 Quadratmeter große Haus mit dem leerstehenden Laden im Oktober 2019 von der Familie Herzog gekauft und renoviert. Roland und Simone Herzog betrieben von 1997 bis 2017 in der ehemaligen Bäckerei Sachs eine Bäckerei mit Café und die Steakalm mit warmen Speisen.

Wegen Lockdown geschlossen

Wegen eines Wasserschadens und der Corona-Pandemie verzögerte sich die Eröffnung durch Zyta um mehr als ein halbes Jahr und der erste Kaffee ging Mitte Juni über den Tresen. "Es ist vom ersten Tag an gut gelaufen."

Im September hat Georg Zyta sich wegen des drohenden Lockdowns zur Schließung des Cafés entschlossen. Dann ging es Schlag auf Schlag: Am 23. Dezember war der Kaufvertrag unter Dach und Fach. "Es hat viele Interessenten gegeben. Aber nicht immer haben die Banken mitgemacht, weil es momentan für die Gastronomie nicht gut aussieht", berichtet er.

Eine seiner beiden Angestellten – seine Frau – ist bereits anderweitig untergekommen. Der andere Bedienstete ist sein Bruder: Die beiden Männer wollen die Detektei, die Zyta wegen des Cafés auf Eis gelegt hatte, in Pegnitz wiedereröffnen. Vorerst wolle die Familie in Pegnitz bleiben, damit der Sohn die Schule fertigmachen kann. Auch die Gerüchte, dass die Wirtin Foteini Batzaka das Lokal übernimmt, sind falsch, wie sie auf Anfrage der Redaktion betont: "Da ist nichts dran. Wenn es nach der Gerüchteküche geht, würde ich mehrere Gasthäuser übernehmen." Außerdem wolle sie kürzer treten, weshalb sie die Pacht des ASV-Sportheims kürzlich abgegeben habe.

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