Sonntag, 08.12.2019

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Das Pegnitzer Brigittenheim feiert in seiner ganzen Vielfalt

Festakt zum 50. Jubiläum: Viele Menschen tragen (ehrenamtlich) zum Gelingen der Einrichtung bei - 18.06.2017 20:23 Uhr

Nach dem Abschlusssegen wurden zahlreiche langjährige Ehrenamtliche mit dem silbernen und goldenen Kronenkreuz der Diakonie geehrt. © Gisela Leinberger


Vor 50 Jahren wurde der ehemalige "Acker bei St. Brigitten" bebaut und als Alten- und Pflegeheim eingeweiht, vor 20 Jahren erfolgte die Erweiterung mit Neubau zum Brigittenpark. Die Jubiläumsfeierlichkeiten samt Festgottesdienst, Ehrungen und großem Sommerfest fanden bei viel Sonnenschein statt. Die anwesenden Gäste spiegelten dabei die gesamte Vielfalt des Lebens im Brigittenheim wider: Mitglieder des Diakonievereins, Partner-Unternehmen, Angehörige und Bewohner sowie politische und kirchliche Vertreter waren gekommen.

Den Auftakt bildete der Festgottesdienst am frühen Nachmittag, den Dekan Dr. Gerhard Schoenauer leitete. Als Vorsitzender des Zentralen Diakonievereins sorgte er gemeinsam mit dem Ausschuss des Vereins und der Leitung des Heims für einen festlichen Rahmen.

Geschäftsführerin Manuela Bierbaum, Pflegeleiterin Roswitha Schecklmann, Verwaltungschefin Anke Schellermann und Küchenleiter Mirko Kingler gestalteten den Gottesdienst mit. Die seelsorgende Pfarrerin Tina Binder erinnerte die Besucher an das Geschenk des Lebens und all die täglichen Geschenke, die man sich gegenseitig machen kann. Die musikalische Umrahmung übernahm der Bewohnerchor des Brigittenheims gemeinsam mit dem Posaunenchor.

Pflege ist "toller Beruf"

Der Präsident und Vorsitzende des Diakonischen Werks Bayern Michael Bammessel appellierte unter dem Festgottesdienst-Motto "Klopfet an, so wird Euch aufgetan" daran, dass kindliches Vertrauen eine positive Lebenseinstellung unterstützt, ganz gleich, ob bei der Umsetzung von Großprojekten wie dem Bau und der Erweiterung des Brigittenheims oder beim Eintritt in den letzten Lebensabschnitt. Selbstkritische Worte fand er für den Pflegenotstand: "Wir haben lange versäumt, klar zu machen, was für ein toller Beruf die Pflege ist und sollten jetzt die jungen Menschen bereits in der Schule ansprechen, damit wir ausreichend Nachwuchs bekommen."

Oberkirchenrat in Rente Christian Schmidt erinnerte in seinem Grußwort an die Zeit der Modernisierung vor 20 Jahren. Als Dekan und Vorsitzender des Diakonievereins von 1991 bis 1998 war er maßgeblich an diesem "großen Gemeinschaftswerk" beteiligt, das allen Beteiligten "viel Kraft und Nerven gekostet hat".

Nach dem Abschlusssegen der Creußener Pfarrerin Nicole Peter wurden anlässlich des Doppeljubiläums auch zahlreiche langjährige Ehrenamtliche mit dem silbernen und goldenen Kronenkreuz der Diakonie geehrt: Ursula Althammer, Anne Amberg, Gerlinde Barthelmann, Dr. Brigitte Bauer, Christoph Groß, Renate Kaufenstein, Christine Popp, Margarethe Porsch, Herta Schauer und Bärbl Völkl wurden vom Präsidenten des Diakonischen Werkes Bayern Michael Bammessel persönlich das Silberne Kronenkreuz verliehen.

Gertrud Deuchler, Elise Halbig, Christine Hofmann, Anneliese Kleißl-Keil, Johanna Klesse, Christa Meyer, Maria Pscherer, Maria Römming und Konrad Ziegler erhielten für mindestens 25 Jahre Engagement das Goldene Kronenkreuz.

Für die musikalische Gestaltung des Festaktes in Pegnitz sorgte unter anderem der Bewohnerchor. © Gisela Leinberger


Bürgermeister Uwe Raab legte in seinem begleitenden Grußwort den Finger in die Wunde: "Unser Pflegenotstand in einem der reichsten Länder der Erde ist eine Schande" und rief zu mehr Werbung für den Pflegeberuf auf. Die abschließenden Worte gehörten jedoch Gertrud Deuchler, die bereits seit 1992 einmal im Monat einen Singnachmittag für die Brigittenheimbewohner veranstaltet. Mit einem Zitat des Dichters Adelbert von Chamisso gab sie ihren ganz persönlichen und pragmatischen Rat: "Du musst nicht lange klagen, was dir alles wehe tut. Nur frisch, nur frisch gesungen und alles ist wieder gut."

Die große Festgemeinschaft griff diese Worte auf und feierte bei musikalischer Begleitung der KSB-Kapelle noch den ganzen Nachmittag.

GISELA LEINBERGER

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