Donnerstag, 28.01.2021

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"Der Rückhalt in Bayreuth ist phänomenal"

Medi-Geschäftsführer Johannes Feuerpfeil ist glücklich, dass die Basketball-Bundesliga spielen kann - 27.12.2020 16:47 Uhr

Johannes Feuerpfeil steht vor großen Herausforderungen.

27.12.2020 © Foto: Peter Mularczyk


Das andere Szenario wäre viel schlimmer, wie er erläutert: In einem sportlichen Lockdown kämen selbst die nicht allzu üppigen Fernsehgelder nicht rein, durch die Übertragungen auf Magenta TV könne man den Sponsoren immerhin eine Werbeleistung bieten, auch wenn die Ränge der Oberfrankenhalle leer bleiben. Bis auf 400 Pappkameraden mit den Konterfeis der treuen Dauerkartenbesitzer.

Fans und Sponsoren – das ist ein Lieblingsthema von Johannes Feuerpfeil, dem einstigen Eishockeyspieler der Bayreuth Tigers. "Der Rückhalt in Bayreuth ist phänomenal, große Klasse, wie die Unterstützung auch in diesen schweren Zeiten zu spüren ist."

Es geht um die Existenz

Finanziell liege man derzeit im Plan, doch die weiterhin hohen Infektionszahlen reduzieren bei ihm schon die Hoffnung darauf, die Papp-Supporter durch deren Pendants aus Fleisch und Blut ersetzen zu können. "Es ist klar: Müssen wir die gesamte Saison ausschließlich mit Geisterspielen bestreiten, geht es um die nackte Existenz unseres Klubs, aber auch einem Großteil der Liga. Ohne anderweitige Finanzspritzen – auch aus der öffentlichen Hand – können wir das nicht durchstehen", so der Geschäftsführer.

Sollte eine Rückkehr von Zuschauern politisch wieder akzeptabel und vertretbar sei, stehe die BBL aber in den Startlöchern. Die Liga habe ihre Hausaufgaben gemacht, die Hygienekonzepte seien laut Feuerpfeil "absolut griffig, die Nachverfolgung gewährleistet". Die Auflagen seien hoch, zwei wöchentliche PCR-Tests verpflichtend.

Bei einem Zuschauer-Comeback wäre es natürlich hilfreich, wenn auch das Team seinen Teil zur Euphorie beiträgt, doch derzeit scheinen die Bayreuther aus dem Tritt gekommen zu sein, was Feuerpfeil noch nicht zu hoch hängen möchte: "Wir gewinnen und wir verlieren gemeinsam. Es hilft aber nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken."

Die Quarantäne im November sei natürlich ein herber Rückschlag für die Mannschaft gewesen – gerade nach dem Triumph über den FC Bayern München. Feuerpfeil: "Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass dieses Spiel nicht unser Maßstab sein darf. Und ebenso darf diese Quarantäne nicht dauerhaft als Ausrede hergenommen werden, auch wenn natürlich jeder Spieler ganz unterschiedlich mit dieser ganzen Thematik zurecht kommt. Fakt ist: Wir müssen uns in allen Bereichen steigern."

HOLGER PETER

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