Wechsel

Diakonieverein hat neuen Geschäftsführer

6.7.2021, 09:00 Uhr
Jürgen Meier ist neuer Geschäftsführer.

Jürgen Meier ist neuer Geschäftsführer. © Foto: privat

Der gelernte Bankkaufmann und Diplombetriebswirt ist bei der KDSE (Kirchliche Dienstleistungs- und Beratungs GmbH) und dort in leitenden Funktionen bei der bayerischen Diakonie tätig. In Pegnitz sind es zwölf Wochenstunden. Unter anderem ist er noch im Vorstand des Diakonischen Werkes Schwabach.

Eine Herausforderung für seine Tätigkeit beim Pegnitzer Diakonieverein sieht Meier vor allem in der Pflege. "Es ist uns in der Corona-Zeit gut gelungen, im Brigittenheim das Bestmögliche zu erreichen." Es sei ein hoher Aufwand gewesen, trotz der prekären Lage den Bewohnern Besuche unter bestimmten Regeln zu ermöglichen. Wichtig sei aber auch, entsprechendes Fachpersonal zu haben, um die bestehenden Angebote weiter durchführen zu können. "Das ist ein begrenzender Faktor", sagt Meier, "wir können nur mehr anbieten, wenn wir mehr Fachpersonal haben." Und davon gebe es insgesamt zu wenig. "In der Diakonie sind wir von der Vergütung und den Sozialleistungen her gut aufgestellt", so der Geschäftsführer. Aber der Stellenwert allgemein gegenüber den Pflegekräften sei zu gering, es sei mehr Würdigung notwendig. "Und es müsste vom Sozialkostenträger mehr gebracht werden", sagt Meier. Es müsse finanziell attraktiver sein.

Der Diakonieverein hat einen neuen Geschäftsführer. 

Der Diakonieverein hat einen neuen Geschäftsführer.  © Ralf Münch

"Wollen Vollanbieter sein"

Weiter sei es wichtig, dass die ambulante, stationäre und teilstationäre Versorgung gut funktioniere. "Wir wollen ein Vollanbieter sein." Deshalb sei er froh, dass ab Anfang August auch die Tagespflege in Creußen wieder öffne. "Aber wir beginnen da wieder fast bei Null", sagt Meier. Das Angebot dort müsse sich erst wieder etablieren. Deshalb gebe es am Mittwoch, 7. Juli, von 13.30 bis 16.30 Uhr dort einen Informationsnachmittag. Die Tagespflege in Pegnitz war im Lockdown – wenn auch in geringerem Umfang – weiter gelaufen. Da hier auch die geforderten Abstandsregeln eingehalten werden mussten, konnten nicht so viele Personen aufgenommen werden. Nun wolle man aber wieder aufstocken.

Und zum Brigittenheim: "Es ist eine Gratwanderung für uns", sagt Meier, "auf der einen Seite den Infektionsschutz sicher zu stellen, auf der anderen Seite Besuche zu ermöglichen." Jürgen Meier spricht hier seinen ausdrücklichen Dank an die vielen Ehrenamtlichen aus, die durch ihren Einsatz, zum Beispiel an der Pforte, für eine gute Wohnsituation der Senioren gesorgt haben.

Sein Aufgabenfeld sieht der neue Geschäftsführer im operativen Bereich, um die Wirtschaftlichkeit des Diakonievereins sicher zu stellen. "Die Hauptverantwortung aber liegt bei den Einrichtungsleitern und beim Vereinsvorstand. Ich bin der Mittler zwischen ihnen", sagt Meier.

Mehr sei in seinem Stundenkontingent auch gar nicht möglich. Aber er wisse, dass er sich auf die Leute vor Ort verlassen könne. "Meine Aufgabe ist es, Entwicklungen anzustoßen und ausgleichend zu wirken." Das Kleinteilige müsse vor Ort erledigt werden, ist seine Ansicht.

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