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"Die Entscheidungen gehen uns alle an"

Wie die Parteien in Pegnitz Werbung für die Europawahl am 26. Mai machen - 25.04.2019 22:22 Uhr

Die Europawahl wirft auch in Pegnitz ihre Schatten voraus. © Ralf Münch


Grüne: "Auf eine Materialschlacht wollen wir uns sicher nicht einlassen", sagt Susanne Bauer. "Das ist irgendwo auch eine finanzielle Frage." Die Vorsitzende der Grünen in Pegnitz will sich mehr auf andere Wege der Wahlwerbung konzentrieren: "Wir werden sehr viel in den sozialen Medien machen. Deshalb brauchen wir auch nicht viele Helfer für Plakatwerbung. Zehn bis zwölf Leute reichen uns."

Bei der Versorgung der Plakate gab es auch Probleme, wie Bauer erklärt: "Einer unserer Lieferanten für Recyclingpapier hatte Lieferschwierigkeiten. Zum Glück hatten wir sowieso nicht allzu sehr mit den Plakaten geplant." Stattdessen planen die Grünen auch Infostände und Faltblätter. Gerade in den Kommunen will man präsent sein. "Wir müssen zeigen, dass Europa überall ist. Die Entscheidungen, die da getroffen werden, gehen uns alle an. Leider ist es stattdessen oft der Prügelknabe, obwohl sich in Europa so viel Richtungsweisendes tut."

FWG: "Wir haben ungefähr 20 Plakate", sagt Stefan Reinfelder. Er ist Geschäftsführer der Pegnitzer Freien Wähler. Dafür braucht er dann auch deutlich weniger Freiwillige: "Wir hängen die in Eigenregie mit zwei bis drei Personen auf." Bei der Platzierung will er sich nicht in die Karten schauen lassen. Er sagt: "Wir hängen unsere Plakate nach den Regeln auf, die die Stadtverwaltung vorgibt, also dort, wo der Verkehr nicht gestört wird und nicht in der Nähe von Wahllokalen." Infostände haben die Freien Wähler nicht geplant.

SPD: Auch Oliver Winkelmaier, der Vorsitzende des Ortsvereins hält es mit den Plakaten bemerkenswert konservativ. "Wir haben ein paar Großflächenplakate an den Zufahrtswegen. Ansonsten werden wir nicht viel plakatieren", sagt Oliver Winkelmaier.

Die Kleinplakate will die SPD besonders im Kerngebiet von Pegnitz anbringen. "Dafür haben wir ein Team von ungefähr einem Dutzend Personen, junge wie alte." Mehr brauchen die Sozialdemokraten auch nicht: "Gerade, wenn man die anstehende Kommunalwahl bedenkt, wollen wir jetzt etwas dezenter plakatieren. Die Europawahl ist auch so in aller Munde, da werden die Leute sich nicht von den kleinen Plakaten überzeugen lassen."

CSU: Anders die CSU. "Wir haben fünf Großflächenplakate und dazu ungefähr 70 DIN-A5-Plakate", erklärt Geschäftsführer Stefan Krieg. Die Großflächenplakate stehen auch schon. "Die sind bei der Berufsschule, an der Einfahrt von der Bundestraße in der Badstraße und am Brunnäcker aufgestellt worden."

Man setze aber nicht nur auf Plakatwerbung, so Krieg: "In Betracht der weiträumigen Pegnitzer Stadtfläche mit seinen umliegenden Ortsteilen haben wir ein großes Gesamtgebiet zu bewerben. Ein wichtiger Baustein wird wie in den beiden Wahljahren zuvor der Straßenwahlkampf sein." Das sei nicht immer leicht, aber wichtig: "Da gehört schon ein gewisser Mut dazu. Auch das Gespräch an der heimischen Tür ist nicht immer ganz einfach, macht aber auch Spaß. Europa klingt erst mal weit von uns entfernt, in genauer Betrachtung ist es eigentlich ein Thema direkt vor unserer eigenen Haustür. Wir sind stolz auf unser Team."

VON JULIAN SEIFERTH

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